Ahrem

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Ahrem
Lage von Ahrem in Erftstadt
Lage von Ahrem in Erftstadt
Einwohner
1203
Fläche
Ortbürgermeister:in
Jörg Hoffsümmer

Ahrem ist ein Stadtteil von Erftstadt im Rhein-Erft-Kreis.

Lage[Bearbeiten]

Ahrem liegt zentral im Stadtgebiet. Nördlich schließt sich, getrennt durch die Bundesstraße 265, Lechenich an. Im Osten liegt Bliesheim, im Süden Friesheim. Westlich von Ahrem liegen Erp und Herrig. Der Lechenicher Mühlenbach durchfließt Ahrem in nördliche Richtung. Östlich des Ortes verläuft außerdem der Rotbach.

Geschichte[Bearbeiten]

→ Hauptartikel: Ahrem/Geschichte
Der Ort wird 1256 in einer Urkunde des Erzbischofs von Köln erstmals als „Airnhem“ erwähnt. Dass Ahrem aber älter ist, lässt sich aus dem Namen schließen, der auf eine Gründung aus fränkischer Zeit zurückführen ist und die Siedlung des Arn oder Arno bedeutet. Bestätigt wird dies auch durch ein gefundenes Gräberfeld und den darin befindlichen Grabbeigaben aus dem 6. Jahrhundert. Eine noch ältere Siedlung belegen zahlreiche römische Funde.

Ahrem bestand im Mittelalter aus mehreren entfernt voneinander gelegenen größeren Höfen sowie kleineren Bauernstellen. Im Laufe der Jahrhunderte entwickelte sich der Ort zu einem Straßendorf entlang der heutigen Mühlen- und Bachstraße. Nach dem Bau der Provinzialstraße Lechenich – Derkum über Ahrem 1857 entwickelte sich die Gennerstraße zur Hauptstraße.

Im Ort gab es zwei bedeutende Adelshöfe: Der Maximinenhof aus dem Besitz der Familien Voß, Haes und Eyll war im 17. Jahrhundert im Eigentum des Klosters St. Maximin in Köln. Während der Säkularisation wurde der Hof enteignet und verkauft. Heute erinnern das Maximinenkreuz am Friedhof und die Straßenbezeichnung „Am Maximinenkreuz“ an den Hof, der heute nicht mehr existiert.

Der Hermeshof war im Spätmittelalter zeitweise im Besitz einer Linie des Adelsgeschlechtes von Merode, im 15. und 16. Jahrhundert sind die Zisterzienserinnen des Klosters Sion in Köln als Eigentümer nachgewiesen. Als 1661 ein Kölner Akademiker zum Pütz den Hof erwarb und verpachtete, gingen die Pachteinnahmen bis zur Säkularisation an ein Kölner Waisenhaus. Haus und Hofgebäude sind noch erhalten. In der Nähe des Hermeshofes liegt eine kleine Fachwerkkapelle von 1691, die zur Ehren der heiligen Apollonia errichtet worden ist.

Die am südlichen Ortsrand gelegene, erzbischöfliche Getreidemühle, die in der Säkularisation verkauft wurde, befindet sich seitdem in Privatbesitz. Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde der Mühlenbetrieb eingestellt. 1891 erhielt eine eigene Kirche im Ortszentrum, die nach Plänen des Kölner Dombaumeisters Franz Schmitz gebaut wurde.

Nach der Einrichtung neuer Verwaltungsbezirke unter französischer Herrschaft im Jahre 1800 blieb Ahrem bei Lechenich. Der Ort gehörte auch später bis zur kommunalen Verwaltungsreform und der Bildung der Stadt Erftstadt im Jahr 1969 zu Lechenich. [1]

Interessantes in Ahrem

Baudenkmäler (9) - Kindergärten (1) - Schulen (0) - Spielplätze (1) - Sportanlagen (1) - Straßen (15) - Unternehmen (2)


Ortsvorsteher[Bearbeiten]

Ortsvorsteher bis 1969[Bearbeiten]

Hier aufgeführt sind die Ortsvorsteher der untergeordneten Gemeinde Ahrem, die seit ca. 1800 bis zur Gründung von Erftstadt dem Verwaltungsbereich Lechenich (bis 1814 Mairie, 1814-1927 Bürgermeisterei, 1927-1969 Amt) zugeordnet war.

Name von bis   
Josef Kaeder 1883 1887
Johann Zimmermann 1887 1902
Gerhard Kaeder 1902 1916
Paul Zilleken 1916 (1933)
Christoph Kaeder (1936) 1945
Paul Zilleken 1945 1948
Johann Münchrath 1948 (1952)
Josef Weber 1961 1965
Heinrich Koll 1965 1969

Ortsbürgermeister ab 1969[Bearbeiten]

Name von bis
Heinrich Koll 1969 1979
Matthias Paffendorf 1979 1989
Alfred Zerres 1989 2020
Tanja Gietzen 2020 2025
Jörg Hoffsümmer 2025

Bilder[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

Literatur

Einzelnachweise[Bearbeiten]

Stadtteile von Erftstadt
Ahrem (1.203) - Blessem / Frauenthal (1.677) - Bliesheim (3.674) - Borr / Scheuren (381) - Dirmerzheim (2.248) - Erp (2.633) - Friesheim (3.064) - Gymnich / Mellerhöfe (4.970) - Herrig (552) - Kierdorf (3.210) - Köttingen (3.544) - Lechenich / Konradsheim (11.573) - Liblar (13.183) - Niederberg (502)