Borr
Borr ist ein Stadtteil von Erftstadt im Rhein-Erft-Kreis. Zusammen mit Scheuren bildet Borr den Stadtbezirk Borr/Scheuren.
Lage[Bearbeiten]

Borr liegt am südwestlichsten Rand des Stadtgebietes. Westlich liegt Scheuren, im Osten grenzt Niederberg an, im Norden Friesheim und Erp. Westlich und südlich von Borr liegt Zülpich mit den Stadtteilen Weiler in der Ebene und Mülheim.
Geschichte[Bearbeiten]
→ Hauptartikel: Borr/Geschichte
Funde belegen eine Besiedlung der Region bereits zur Römerzeit. Der Ort selbst ist eine fränkische Gründung, worauf Grabfunde und der Ortsname hinweisen. Die erste urkundliche Erwähnung erfolgte im Jahr 1108 als „Burne“ (gedeutet als Siedlung an einer Quelle). Die örtliche Kirche St. Martinus wird 1208 erstmals erwähnt.
Borr gehörte als Kirchspiel zum kurkölnischen Amt Lechenich und besaß ab dem 16. Jahrhundert ein eigenes Schöffengericht. Sozial war der Ort überwiegend von Kleinbauern geprägt, während im benachbarten Scheuren große Höfe in geistlichem oder adligem Besitz lagen. Vom 16. bis zum 18. Jahrhundert litt die Bevölkerung schwer unter verschiedenen Kriegen (u. a. dem Dreißigjährigen Krieg) sowie unter Plünderungen und Brandstiftungen.
Nach der französischen Herrschaft und der späteren Zugehörigkeit zum Amt Friesheim wurde Borr am 1. Juli 1969 in die Stadt Erftstadt eingegliedert. Die örtliche Schule, 1826 erbaut, wurde 1968 geschlossen.
Interessantes in Borr
Baudenkmäler (12) - Kindergärten (1) - Schulen (0) - Spielplätze (1) - Sportanlagen (1) - Straßen (7) - Unternehmen (0)
Ortsvorsteher[Bearbeiten]
Ortsvorsteher bis 1969[Bearbeiten]
Hier aufgeführt sind die Ortsvorsteher der untergeordneten Gemeinde Borr, die seit ca. 1800 bis zur Gründung von Erftstadt dem Verwaltungsbereich Friesheim (bis 1814 Mairie, 1814-1927 Bürgermeisterei, 1927-1969 Amt) zugeordnet war.
| Name | von | bis |
|---|---|---|
| Joh. Jos. Zilliken | 1846 | ???? |
| Jakob Kalscheuer | ???? | ???? |
| Dickopp | ???? | 1871 |
| Joseph Honnecker | 1871 | 1880 |
| Anton Bohnen | 1880 | 1883 |
| Peter Josef Müllenmeister | 1883 | 1898 |
| Wilhelm Loben | 1898 | 1916 |
| Wilhelm Dickopp | (1920) | |
| Peter Loben | (1924) | |
| Martin Kessel | (1934) | |
| Peter Loben | 1945 | 1946 |
| Anton Kiel | 1946 | 1952 |
| Alfred Langanke | 1952 | 1964 |
| Heinrich Weck | 1964 | 1969 |
Ortsbürgermeister ab 1969[Bearbeiten]
| Name | von | bis |
|---|---|---|
| Alfred Langanke | 1969 | 1976 |
| Peter Meyer | 1976 | 1978 |
| Heinrich Weck | 1978 | 1989 |
| Johann Thelen | 1989 | 2009 |
| Wilhelm Bulig | 2009 | 2021 |
| Stephan Bulig | 2021 | 2021 |
| Erika Simons | 2021 |
Borr in der älteren Presse[Bearbeiten]
→ Hauptartikel: Borr/Alte Presse
Bilder[Bearbeiten]
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Luftbild von 1985
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Luftbild von 2025
Weblinks[Bearbeiten]
- Artikel Borr/Scheuren. In: Wikipedia, Die freie Enzyklopädie.
Medien zu dieser Seite im Wiki
Literatur
- Borr. In: Die Kunstdenkmäler des Kreises Euskirchen, S. 5 (Hrsg. Paul Clemen)
- Karl Stommel: Erftstadt - Die heutigen Stadtteile im Wandel der Zeiten. Hrsg. Bürgergesellschaft Lechenich, 1977
- Cornelius Bormann: Borr - das ganze Dorf mit dem Brunnen. In: Jahrbuch der Stadt Erftstadt 1995, S. 93 (Hrsg. Stadt Erftstadt)
- Trude Esters: Eine alte Schul-Chronik erzählt. In: Jahrbuch der Stadt Erftstadt 1997, S. 99 (Hrsg. Stadt Erftstadt)
- Hanna Stommel: Ein Überfall auf das Dorf Borr im Jahre 1749. In: Jahrbuch der Stadt Erftstadt 1998, S. 95 (Hrsg. Stadt Erftstadt)
