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Masterplan Liblar

Aus ErftstadtWiki
Sanierung der Carl-Schurz-Straße (2023)

Der Masterplan Liblar ist ein integriertes städtebauliches Entwicklungskonzept für die zentralen Bereiche von Liblar, vor allem für die Carl-Schurz-Straße und das ErftstadtCenter.[1][2] Der Rat der Stadt Erftstadt beschloss ihn am 15. Dezember 2015 als Integriertes Handlungskonzept.[3] Seit 2016 werden seine Maßnahmen mit Mitteln der Städtebauförderung umgesetzt; sie sollen Funktions- und Strukturschwächen entgegenwirken und den Stadtteil als Versorgungs-, Kultur- und Wohnstandort zukunftsfähig machen.[4][5] Bis Anfang 2026 wurden Maßnahmen im Umfang von rund 23 Mio. Euro bewilligt; die letzten sollen bis Ende 2027 abgeschlossen sein.[5]

Ausgangslage[Bearbeiten]

Liblar war zur Zeit der Erarbeitung mit knapp 13.000 Einwohnern der größte Stadtteil Erftstadts. Seine Siedlungsstruktur ist polyzentrisch: Neben dem historischen Kern an der Carl-Schurz-Straße entstand mit dem Braunkohlenbergbau im Südosten ein zweiter Siedlungsbereich, Oberliblar. Später wuchsen beide durch Wohngebiete zusammen, während die Versorgungseinrichtungen überwiegend am Rand entstanden. Dem Leitbild der wachsenden Stadt folgend wurde im Südwesten ein Zentrum mit dem in den 1970er Jahren erbauten ErftstadtCenter und öffentlichen Einrichtungen wie Rathaus, Hallenbad und Musikschule angelegt, das unvollendet blieb.[2][4]

Strukturwandel im Einzelhandel, demografischer Wandel und steigender Wettbewerbsdruck führten in Liblar zu Problemlagen, die wegen dieser Struktur besondere Lösungen erforderten.[2][4] Masterplan und vorbereitende Untersuchungen stellten unter anderem folgende städtebauliche Missstände fest:[2][6]

  • zunehmende Funktionsverluste entlang der Carl-Schurz-Straße, der ehemaligen Hauptgeschäftsachse auf der Trasse der Römerstraße Köln–Trier,
  • starke Attraktivitätseinbußen im ErftstadtCenter durch Investitionsstau und mangelnde Aufenthaltsqualität,
  • unklare Nutzungs- und Sanierungsperspektiven für öffentliche Liegenschaften, etwa im Schulbereich,
  • hohe Verkehrsbelastungen in teils sensiblen Stadträumen,
  • minder- oder fehlgenutzte Brachflächen und gefährdete historische Bausubstanz,
  • geringe Aufenthaltsqualität auf Straßen und Plätzen,
  • eine unzureichende Erschließung der Grün- und Naherholungsräume,
  • eine nicht zeitgemäße Ausstattung des Bahnhofs und
  • eine mangelhafte Vernetzung der zentralen Bereiche untereinander sowie eine schwierige Orientierung für Besucher.

Nach dem Einzelhandels- und Zentrenkonzept von 2011 verfügte das ErftstadtCenter einschließlich SB-Warenhaus und Drogeriemarkt über rund 13.800 m² Verkaufsfläche, die Carl-Schurz-Straße auf rund 900 m Länge über rund 6.400 m². Mit der Neueröffnung zweier Lebensmittelmärkte (Aldi und REWE) an der Köttinger Straße hatte sich der innerörtliche Versorgungsschwerpunkt dorthin verschoben. Verkehrserhebungen im August 2014 ergaben hohe Belastungen unter anderem auf der Carl-Schurz-Straße und der Bliesheimer Straße (L 163) sowie an den Knotenpunkten Köttinger Straße/Carl-Schurz-Straße und Bliesheimer Straße/Theodor-Heuss-Straße.[2]

Entstehung[Bearbeiten]

Vorgeschichte[Bearbeiten]

Modernisierter Bahnhof

Bereits 1995 und 1996 waren Städtebaufördermittel für einen Umbau der Carl-Schurz-Straße bewilligt worden: im ersten Bauabschnitt für die Umgestaltung des Marienplatzes, im zweiten für den Abschnitt zwischen Bahnhofstraße und Köttinger Straße. Die Zweckbindung dieser Förderung lief bis 2020/2021.[2] Am 24. März 2009 beschloss der Rat die Abgrenzung eines Untersuchungsraums für vorbereitende Untersuchungen zu einer Sanierung der Altstadt. Im selben Jahr fasste die Verwaltung in einem Plan „Integriertes Handlungskonzept Erftstadt-Liblar" vier Handlungsfelder und 13 Entwicklungspotenziale zusammen.[2]

Im Rahmen der Regionale 2010 wurden in Liblar unter anderem das Projekt „Erlebnisraum Römerstraße" und der 2013 angelegte Stadtgarten gefördert; als Gebietskulisse diente ein Stadtumbaugebiet nach § 171b BauGB (Beschluss vom 15. Dezember 2009). 2012 erarbeitete die Deutsche Stadt- und Grundstücksentwicklungsgesellschaft (DSK) ein Integriertes Entwicklungskonzept mit den vier Schwerpunktbereichen Bahnhof, Theodor-Heuss-Straße, ErftstadtCenter und Carl-Schurz-Straße. Weil am Bahnhof im Januar 2015 die Modernisierung begonnen hatte und an der Theodor-Heuss-Straße wesentliche Ziele erreicht waren, konzentriert sich der Masterplan auf die beiden übrigen Bereiche.[2]

Erarbeitung[Bearbeiten]

Bearbeitet wurde der Masterplan von der Planungsgruppe MWM aus Aachen, eng verzahnt mit einem Verkehrskonzept der Ingenieurgruppe IVV, dessen Ergebnisbericht im August 2015 vorlag. Weitere Grundlagen waren das Einzelhandels- und Zentrenkonzept der BBE Handelsberatung und eine Haushaltsbefragung zum Mobilitätsverhalten aus dem Jahr 2014.[2]

Die Öffentlichkeit wurde in drei Phasen beteiligt. Nach einer ersten Bestandsaufnahme stellten Fachplaner und Verwaltung die Ergebnisse in einer öffentlichen Auftaktveranstaltung vor. Im November 2014 erarbeiteten Bürger in einem eintägigen Werkstattverfahren Ideen für den Stadtteil; auf dieser Grundlage wurde die Planungsgruppe MWM mit der Begleitung des weiteren Prozesses beauftragt, in dem der Untersuchungsraum festgelegt und Entwicklungsziele formuliert wurden. In der dritten Phase wurden Maßnahmen, Finanzierung und ein Umsetzungsfahrplan ausgearbeitet; am Tag der Städtebauförderung 2015 führte ein Rundgang durch die Carl-Schurz-Straße, anschließend wurde der Planungsstand in einem öffentlichen Forum erörtert. Eingebunden waren auch die Immobilien- und Standortgemeinschaft Erftstadt-Center (ISG) und die Interessen- und Werbegemeinschaft Liblar (IWG).[2]

Am 15. Dezember 2015 beschloss der Rat einstimmig den Masterplan als Integriertes Handlungskonzept, das nach § 1 Abs. 6 Satz 1 Nr. 11 BauGB bei künftigen Planungen zu berücksichtigen ist. Zugleich beauftragte er die Verwaltung, auf dieser Grundlage fristgerecht zum 31. Dezember 2015 bei der Bezirksregierung Köln einen Antrag auf Städtebauförderung zu stellen.[3] Eine aktualisierte Fassung des Erläuterungsberichts datiert vom 16. November 2016.[2]

Sanierungsgebiet und Stadtumbaugebiet[Bearbeiten]

Voraussetzung für die Förderung war eine räumliche Abgrenzung der Förderkulisse.[6][7] Im Dezember 2015 leitete der Rat mit dem Beschluss über den Beginn vorbereitender Untersuchungen nach § 141 BauGB das Verfahren für eine Sanierungssatzung ein; der Beschluss wurde am 14. Januar 2016 bekannt gemacht. Die Untersuchungen stützten sich im Wesentlichen auf den Masterplan, das Verkehrs- sowie das Einzelhandels- und Zentrenkonzept und auf Hinweise aus der Bürgerschaft. Vom 18. Januar bis 5. Februar 2016 konnten Betroffene die Inhalte der Satzung mit der Verwaltung erörtern; Behörden und Träger öffentlicher Belange brachten keine Bedenken vor, die Ziele oder Abgrenzung des Gebiets betrafen.[6]

Am 27. April 2016 beschloss der Rat einstimmig die Satzung zur förmlichen Festlegung des Sanierungsgebiets „Liblar" samt Karte im Maßstab 1:5.000. Er begrenzte den Durchführungszeitraum auf zwölf Jahre; die Gesamtmaßnahme ist spätestens bis zum 31. März 2027 abzuschließen.[8] Das Gebiet entspricht dem Untersuchungsgebiet und umfasst die Schwerpunktbereiche Carl-Schurz-Straße und ErftstadtCenter mit ihren zentralen Versorgungsbereichen sowie die Frei- und Grünräume dazwischen.[6]

Die Sanierung wird im vereinfachten Verfahren nach § 142 Abs. 4 BauGB durchgeführt. Begründet wurde dies mit dem großen Gebiet mit verstreuten Missständen, dem Schwerpunkt auf Erhalt und Verbesserung des Bestands sowie auf Maßnahmen im öffentlichen Raum und mit nicht zu erwartenden wesentlichen Bodenwertsteigerungen. Ausgleichsbeiträge werden daher nicht erhoben. Die sanierungsrechtliche Genehmigungspflicht für Bauvorhaben nach § 144 Abs. 1 Nr. 1 BauGB gilt nur entlang der Carl-Schurz-Straße – wegen des uneinheitlichen Fassadenbilds und der städtebaulichen Bedeutung der Straße – und für das ErftstadtCenter, für dessen Vitalität das Erscheinungsbild der Gebäude als wesentlich eingestuft wurde.[6]

Daneben wurde ein Stadtumbaugebiet abgegrenzt, das im Wesentlichen den Bereich um die Carl-Schurz-Straße in Alt-Liblar umfasst und sich entlang der Bliesheimer Straße nach Süden bis zum ErftstadtCenter erstreckt.[7][2]

Leitbild und Ziele[Bearbeiten]

Der Masterplan begreift die polyzentrische Struktur als Chance: Nahversorgung, Bahnhof, soziale und kulturelle Einrichtungen sowie Naherholungsräume liegen ringförmig um die zentralen Wohngebiete. Leitgedanke des Masterplans ist, diese Bereiche gezielt zu stärken und so zu vernetzen, dass ein „Infrastrukturring Liblar" als Alleinstellungsmerkmal entsteht. Zu ihm gehören die Carl-Schurz-Straße als historischer Kern, das ErftstadtCenter als neuzeitliches Versorgungszentrum, der Bahnhof als Verknüpfungspunkt des öffentlichen Nahverkehrs und das Naherholungsgebiet Ville/Liblarer See.[2]

Das Konzept verbindet die Handlungsfelder Städtebau, Verkehr und Mobilität, Wirtschaft und Nahversorgung, Umwelt, Naherholung und Tourismus sowie Gesellschaft, Soziales und Kultur und legt besonderes Gewicht auf die Einbindung privater Akteure.[6][2] Als übergeordnete Ziele nennt es:[2][4]

  • die Neuausrichtung und Anpassung der Infrastruktur an künftige Bedarfe,
  • die Sicherung und Modernisierung prägender Bausubstanz, unter anderem im Hinblick auf Wohnraum,
  • die Pflege und Aufwertung des Stadtbilds zur Stärkung der Identität,
  • die Inwertsetzung der historischen Achse Carl-Schurz-Straße mit einer erlebbaren Abfolge von Plätzen,
  • die Förderung stadtverträglichen Verkehrs,
  • die städtebauliche Neuordnung von Quartieren zur Stärkung des Wohnstandorts und zur Sicherung der Versorgung,
  • die Weiterentwicklung, Sicherung und Aufwertung der Frei- und Grünräume im Verbund sowie
  • die Einbindung, Vernetzung und Motivation lokaler privater Akteure.

Verkehrskonzept[Bearbeiten]

Das Verkehrskonzept sollte die Situation auf der Carl-Schurz-Straße verbessern, Konflikte an den Knotenpunkten mit Köttinger Straße und Bahnhofstraße sowie an der Kreuzung Köttinger Straße/Gartenstraße entschärfen und Umwege durch Netzlücken verringern. Es empfahl unter anderem Kreisverkehre an den Knoten Bliesheimer Straße/Carl-Schurz-Straße und Bliesheimer Straße/Theodor-Heuss-Straße, Mini-Kreisverkehre an den Knoten Bahnhofstraße/Schlunkweg und Köttinger Straße/Gartenstraße, die Öffnung der Brühler Straße zur Max-Planck-Straße sowie eine Verlängerung der Max-Planck-Straße bis zur P+R-Anlage am Bahnhof. Für den Knoten Carl-Schurz-Straße/Köttinger Straße sollten eine Einbahnstraßenregelung zwischen Köttinger Straße und Bahnhofstraße, ein Linksabbiegeverbot und eine Ampelanlage jeweils mindestens sechs Monate erprobt werden; städtebaulich wurde die Einbahnstraße bevorzugt, weil sie am wenigsten Freiraum für Verkehrsanlagen beansprucht. Fuß- und Radverkehr mit damals 22 und 15 Prozent Anteil am Gesamtverkehr sollten durch durchgängige, ausgeschilderte Hauptnetze gestärkt werden.[2]

Schwerpunktbereiche[Bearbeiten]

Der Untersuchungsraum umfasst die Schwerpunktbereiche Carl-Schurz-Straße und ErftstadtCenter sowie den Raum dazwischen mit dem Freiraumverbund aus Liblarer Mühlengraben, Gesundheitsgarten, Stadtgarten und Schlosspark.[2]

Carl-Schurz-Straße[Bearbeiten]

Oberer Abschnitt der Carl-Schurz-Straße, Ecke Brühler Straße (2011)

Die Carl-Schurz-Straße folgt in Liblar weitgehend der Römerstraße und bildet mit Schloss Gracht, der Kirche St. Alban, dem Fronhof und dem ehemaligen Kloster den historischen Kern des Stadtteils.[2] Der Masterplan teilt sie in vier Handlungsräume:[2][6]

  • Seestraße – Marienplatz: Flächenpotenziale wie das ehemalige Betriebsgelände der Firma Zervos sollen dem Wohnungsbau dienen. Der Straßenraum soll neu gegliedert und am Kreisverkehr Carl-Schurz-Straße/Max-Planck-Straße ein erkennbarer Stadteingang geschaffen werden. Über die Brühler Straße soll das Ville-Gebiet besser erreichbar werden („Landschaftsfenster").
  • Marienplatz – Viry-Châtillon-Platz: Der Marienplatz soll zu einem lebendigen Kommunikationsraum werden und der Standort der Volkshochschule („Haus der Bildung") gestärkt werden. Vorgesehen sind zudem eine Umgestaltung der Straße mit Raum für Außengastronomie und eine Neuordnung des Parkens unter stärkerer Nutzung des Parkplatzes Am Hahnacker.
  • Viry-Châtillon-Platz – Köttinger Straße: Im Vordergrund steht die Verbindung mit Schloss und Schlosspark. Kernbausteine sind die Umgestaltung des Carl-Schurz-Platzes und der Fritz-Erler-Straße, freie Sichtachsen zum Schloss und eine Verkehrsentlastung am Knoten Köttinger Straße, unter anderem durch einen Kreisverkehr an der Gartenstraße. Das Schulzentrum soll sich stärker zum Quartier öffnen.
  • Köttinger Straße – Bliesheimer Straße: Der von Leerständen geprägte Abschnitt soll sich zum innerstädtischen Wohnstandort entwickeln, unter anderem mit dem Projekt „Wohnen am Stadtgarten". Ein Kreisverkehr an der Bliesheimer Straße soll den westlichen Eingang zum Ortskern markieren.

Die drei „Altstadtplätze" Marienplatz, Viry-Châtillon-Platz und Carl-Schurz-Platz sollten gemeinsam in einem Wettbewerb beplant werden.[2]

ErftstadtCenter[Bearbeiten]

Für das Einkaufszentrum sieht der Masterplan im Handlungsraum Nord eine Aufwertung der Außenbereiche und Eingänge, ein Lichtkonzept, eine Neuordnung des Parkens und bessere Wege zu den Wohngebieten östlich der Bliesheimer Straße vor. Ein durchgehender „Flanierteppich" soll Barrieren abbauen; das von der ISG getragene Centermanagement soll professionalisiert und mit der IWG vernetzt werden. Im Handlungsraum Süd soll der unvollendete Zentrumsansatz unter Einbeziehung der Musikschule weiterentwickelt werden.[2]

Frei- und Grünräume[Bearbeiten]

Entlang des Liblarer Mühlengrabens soll eine Grünachse über Gesundheitsgarten und Stadtgarten bis in den historischen Ortskern führen. Mit Schlosspark, Liblarer See und den Wegen auf ehemaligen Bahntrassen soll so ein durchgängiger Grün- und Naherholungsraum um und durch Liblar entstehen, ergänzt durch ein Info- und Leitsystem sowie Rast-, Spiel- und Bewegungsangebote für alle Generationen.[2]

Maßnahmenkatalog[Bearbeiten]

Insgesamt umfasst der Masterplan rund 80 Maßnahmen in fünf Gruppen:[7][2]

  • vorbereitende Maßnahmen wie Planungen, Gutachten, Wettbewerbe, Beratung privater Bauherren, das Stadtteilmanagement und Gestaltungsleitfäden,
  • Ordnungsmaßnahmen, vor allem die Umgestaltung öffentlicher Räume wie der Carl-Schurz-Straße und der Altstadtplätze,
  • Baumaßnahmen, darunter private Modernisierungen und die energetische Sanierung öffentlicher Gebäude,
  • besondere städtebauliche Maßnahmen wie Öffentlichkeitsarbeit und die Begleitung der Sanierung sowie
  • ergänzende Maßnahmen, die über andere Wege finanziert werden und teils schon vor der Antragstellung umgesetzt waren.

Die Straßenumbauten sind laut Erläuterungsbericht städtebaulich und nicht verkehrstechnisch begründet; Beiträge der Anlieger nach der Straßenbaubeitragssatzung seien daher voraussichtlich nicht zu erheben, was im Einzelfall zu prüfen sei.[2]

Förderung und Finanzierung[Bearbeiten]

Die Begründung der Sanierungssatzung ging im Mai 2016 von einer Förderung über das Programm „Aktive Stadt- und Ortsteilzentren" aus.[6] Aufgenommen wurde Liblar 2016 in das Bund-Länder-Programm Stadtumbau West.[9][5] Seitdem beantragte die Stadt jährlich Fördermittel bei der Bezirksregierung Köln; von 2016 bis 2023 erging jeweils ein Förderbescheid. Der letzte Antrag über 2,1 Mio. Euro wurde im September 2022 gestellt.[4][5]

Die Kosten- und Finanzierungsübersicht der Sanierungssatzung bezifferte die Kosten aller Maßnahmen für 2016 bis 2022 auf rund 34,3 Mio. Euro, davon rund 32,2 Mio. Euro zuwendungsfähig. Vorgesehen waren rund 22,5 Mio. Euro Fördermittel, 10,2 Mio. Euro Eigenanteil der Stadt und rund 1,6 Mio. Euro Eigenanteile Dritter.[6] Bis Anfang 2026 summierten sich die bewilligten Maßnahmen auf rund 23 Mio. Euro, davon rund 17 Mio. Euro Zuwendungen von Bund und Land. Der Fördersatz lag bei 70 Prozent; beim Bescheid von 2020 übernahm das Land zusätzlich den städtischen Eigenanteil von 30 Prozent.[5]

Ursprünglich sollten die Maßnahmen bis zum Ende des Förderzeitraums 2024 umgesetzt sein.[7] Später nannte die Stadt Ende 2027 als Ziel.[4] Laut Sachstandsbericht vom März 2026 endet der Durchführungszeitraum für die letzten geförderten Maßnahmen am 31. Dezember 2027;[5] die Sanierungssatzung sieht den Abschluss der Gesamtmaßnahme bis spätestens 31. März 2027 vor.[8]

Weitere Förderzugänge[Bearbeiten]

Daneben bemühte sich die Stadt um Mittel aus anderen Programmen. Für den Umbau der ehemaligen Hauptschule zu einem Inklusionszentrum lag ein Zuwendungsbescheid vom 30. März 2016 aus einem Sonderprogramm zur Integration von Flüchtlingen über zuwendungsfähige Ausgaben von 2.232.995 Euro vor; die Umsetzung war für 2016 bis 2018 geplant. Im Bundeswettbewerb „Klimaschutz im Radverkehr" plante die Stadt barrierefreie Wegeverbindungen zwischen ErftstadtCenter, Bahnhof und Carl-Schurz-Straße entlang des Infrastrukturrings einschließlich einer Teststrecke mit Photovoltaik-Belag (Solarradweg), für insgesamt 873.855 Euro in den Jahren 2017 und 2018. Für Öffentlichkeitsarbeit und Werkstätten zum Umbau der Carl-Schurz-Straße beantragte sie zudem Mittel aus dem Forschungsprogramm „Experimenteller Wohnungs- und Städtebau".[2]

Stadtteilmanagement und Förderprogramme[Bearbeiten]

Stadtteilmanagement[Bearbeiten]

Eine zentrale Maßnahme ist das Stadtteilmanagement „Mein Liblar". Seit Mitte 2018 unterhielt es ein Stadtteilbüro mit festen Öffnungszeiten an der Carl-Schurz-Straße 111. Beauftragt ist ein externes Beratungsunternehmen, seit Januar 2021 die CIMA Beratung + Management GmbH aus Köln.[9][7] Räumliche Schwerpunkte sind die Carl-Schurz-Straße und das ErftstadtCenter. Zu den Aufgaben gehören die Beratung zu den Förderprogrammen für Private gemeinsam mit einer Quartiersarchitektin, die Öffentlichkeitsarbeit mit Newsletter und eigener Website, die Begleitung der Baumaßnahmen einschließlich Baustellenmarketing sowie die Aktivierung und Vernetzung von Eigentümern, Gewerbetreibenden und weiteren Akteuren, etwa im Umgang mit Leerständen.[9][7]

Die Förderung für das Stadtteilmanagement selbst (Miete und Unterhaltung des Ladenlokals) endete am 31. Dezember 2025; das Stadtteilbüro wurde zu diesem Datum aufgegeben. Weil die Förderprogramme für Private noch bis Ende 2026 bzw. 2027 laufen, wird das Stadtteilmanagement fortgeführt; das beauftragte Büro berät telefonisch, per E-Mail und nach Absprache vor Ort.[5]

Hof- und Fassadenprogramm[Bearbeiten]

Über das Hof- und Fassadenprogramm bezuschusst die Stadt private Maßnahmen im Stadtumbaugebiet, die das Stadtbild wesentlich verbessern, etwa die Neugestaltung von Fassaden mit Farbe oder Licht, die Entfernung von Graffiti, die Wiederherstellung historischer Fassaden sowie die Gestaltung und Begrünung von Freiflächen; klimarelevante Aspekte sind dabei zu berücksichtigen. Grundlage der Beratung ist ein Gestaltungsleitfaden für das ErftstadtCenter und die Carl-Schurz-Straße. Gefördert werden noch nicht begonnene, von Fachbetrieben ausgeführte Arbeiten mit höchstens 50 Prozent der förderfähigen Kosten und maximal 15.000 Euro je Objekt; die Bagatellgrenze liegt bei 1.000 Euro (Stand: 2022).[7] Maßnahmen können bis Ende 2027 umgesetzt werden.[5]

Verfügungsfonds[Bearbeiten]

Seit 2019 steht ein Verfügungsfonds für Projekte bereit, die das Gemeinschaftsleben und den öffentlichen Raum im Stadtteil stärken und lokale Akteure, Vereine und Institutionen zur Mitgestaltung anregen sollen. Die Mittel stammen mindestens zur Hälfte aus privaten und höchstens zur Hälfte aus öffentlichen Quellen; die Förderung ist auf 10.000 Euro je Maßnahme begrenzt. Über die Vergabe entscheidet ein Stadtteilbeirat aus Vertretern der Bürgerschaft, der lokalen Politik und örtlicher Institutionen auf Grundlage von Richtlinien, die dem Rat im April 2019 zum Beschluss vorgelegt wurden.[7] Der Beirat tagt drei- bis viermal jährlich; Maßnahmen sind bis Ende 2026 möglich.[5] Gefördert wurden unter anderem ein Bouleplatz und zwei Liegebänke aus Eiche im Schlosspark (2020).[7]

Umsetzung[Bearbeiten]

Nach der ersten Bewilligung begann die Umsetzung noch 2016; als erstes Projekt wurde der Mini-Kreisverkehr an der Kreuzung Köttinger Straße/Gartenstraße gebaut.[7]

ErftstadtCenter[Bearbeiten]

ErftstadtCenter, Platz am Rathaus (2024)

2018 wurde im ErftstadtCenter der Bodenbelag erneuert: Auf rund 5.000 m² wurde neues Betonsteinpflaster verlegt, außerdem wurden Sitzmöbel und Straßenlaternen ersetzt. Die Kosten betrugen 1.453.377 Euro, der Förderanteil 70 Prozent (rund 1 Mio. Euro).[7] Im Zuge der Modernisierung 2018–2019 wurden zudem einige Eingangsbereiche aufgewertet, die Wegeführung im Inneren klarer gestaltet, die Beleuchtung erneuert und die Wege für Fuß- und Radverkehr aus dem Umfeld ausgebaut, unter anderem mit einer Anbindung an den Promenadenweg.[1] Über den Verfügungsfonds wurden 2019/2020 auf Antrag der ISG eine neue Weihnachtsbeleuchtung und der Relaunch der Website des Centers mit jeweils 50 Prozent gefördert.[7]

Hallenbad[Bearbeiten]

Das Hallenbad wird schrittweise modernisiert. 2018 wurden das Hallendach energetisch saniert und die Lüftungsanlage der Schwimmhalle erneuert, 2019 folgte eine Beleuchtung, deren Helligkeit sich den Lichtverhältnissen anpasst. 2021 wurde die Fassade zur Schwimmhalle und zum Bistro samt Verglasung erneuert; ein Sichtschutz verhindert seitdem den Blick von außen in die Halle, was dem integrativen Schwimmen dient.[10][7] Als letzter Teil sollen rund um die Sommerferien 2026 Dach und Fassade des Umkleidebereichs erneuert und die Umkleiden innen saniert werden (Stand: Februar 2026).[5][10]

Altstadtplätze[Bearbeiten]

Für die drei Altstadtplätze wurde im ersten Programmjahr 2016 ein städtebaulicher Wettbewerb durchgeführt; den Siegerentwurf beschloss der Rat als Grundlage der weiteren Planung. Grundidee ist, die römische Geschichte auf den Plätzen widerzuspiegeln: Der Viry-Châtillon-Platz erhält die Funktion eines Forums, der Marienplatz soll zum Theatrum werden, und der Grundriss des Carl-Schurz-Platzes erinnert an ein Peristylium. Einheitliche Bodenbeläge – unter anderem Grauwacke-Naturstein, Betonsteinpflaster und wassergebundene Decken – sowie gleiche Ausstattungselemente verbinden die Plätze mit Teilen der Carl-Schurz-Straße. In der weiteren Planung wurden die Wettbewerbsentwürfe an die örtlichen Gegebenheiten angepasst.[7]

Der Viry-Châtillon-Platz in der Mitte der Carl-Schurz-Straße, vor allem als Marktplatz genutzt, wurde als erstes der vier großen Bauprojekte in Alt-Liblar umgestaltet und 2021 fertiggestellt. Die zentrale Fläche blieb frei von Einbauten, um Raum für Markt, Veranstaltungen und Außengastronomie zu bieten; eine zweireihige Baumpflanzung mit Sitzelementen fasst den Platz zur Straße hin.[7] Im Kreuzungsbereich wurde ein verkehrsberuhigter Geschäftsbereich mit Tempo 20 eingerichtet. Da dort keine Zebrastreifen zulässig sind, macht eine rote Beschichtung an der Einmündung der Bahnhofstraße auf querende Fußgänger aufmerksam; die Verkehrsflächen sind eben gestaltet, Rampen sind weiß markiert. Seit Anfang 2023 findet der Wochenmarkt wieder auf dem Platz statt; seit 2025 beleben ihn ein Eiswagen im Sommer und ein Glühweinstand im Winter auch außerhalb der Marktzeiten.[1]

Carl-Schurz-Platz, Grasfläche mit Denkmal (2024)

Der Carl-Schurz-Platz gegenüber der Kirche St. Alban bildet den Übergang zu Schloss Gracht und Schlosspark. Der Entwurf sieht eine neue Sichtachse zum Schloss vor, an der Straße einen befestigten Bereich mit Möglichkeit zur Außengastronomie und dahinter zwei Rasenflächen.[7] Der bauliche Umbau einschließlich Verkehrsflächen und Pflasterung wurde im Sommer 2023 abgeschlossen; Anfang 2024 folgten Bäume und Pflanzflächen, außerdem erhielt der Platz Sitzgelegenheiten und Fahrradständer. An ihrem historischen Standort wurde eine Replik der Büste von Carl Schurz aufgestellt, dazu eine Informationstafel zur Agrippastraße aus dem Projekt „VIA – Erlebnisraum Römerstraße".[1]

Der Marienplatz ist der nördlichste der drei Plätze und liegt vor der Volkshochschule. Seine runde Form soll einer rechteckigen weichen, die sich stärker von der Carl-Schurz-Straße abgrenzt; knapp die Hälfte der Fläche soll eine leicht ansteigende Rasenfläche mit Bäumen und Bänken einnehmen. Der Platz soll kleineren Veranstaltungen, Kultur und der wohnortnahen Erholung dienen; Ideen für Gastronomie gibt es im Bereich des Esserhofs.[10][7] Durch die nachträglich in die Planung aufgenommene Zisterne verzögerte sich die Umsetzung. Nach Abstimmung beider Planungen wurde die Bauleistung ausgeschrieben, und die Bezirksregierung verlängerte den Durchführungszeitraum bis zum 30. September 2026 (Stand: Februar 2026).[5]

Carl-Schurz-Straße[Bearbeiten]

Zusammen mit der Neugestaltung der Altstadtplätze war der Umbau der Carl-Schurz-Straße die größte bauliche Veränderung, die der Masterplan vorsah. Er wurde über zwei Förderanträge finanziert: Für den Abschnitt Carl-Schurz-Straße 49 bis 111 wurden rund 1,5 Mio. Euro (70 Prozent der zuwendungsfähigen Kosten) zugesagt, der Abschnitt 2 bis 47 wurde mit rund 2,8 Mio. Euro zu 100 Prozent gefördert. Ziele waren eine bessere Nutzbarkeit und Gliederung des Straßenraums, mehr Aufenthaltsqualität und eine sichere Wegeführung.[7]

Mit dem Spatenstich am 28. März 2022 begannen die Bauarbeiten; ab dem 4. April 2022 war die Straße zwischen Köttinger Straße und Bahnhofstraße für den ersten Bauabschnitt voll gesperrt. Geplant waren vier Bauabschnitte von März 2022 bis November 2023, von der Köttinger Straße bis zum Kreisverkehr an der Max-Planck-Straße.[7] Die Arbeiten dauerten bis 2024; dabei wurde auch der Kanal saniert.[1]

Die Planung sah vor, die Einbahnstraße zwischen Köttinger Straße und Bahnhofstraße beizubehalten und für Radfahrer in beide Richtungen zu öffnen, im Bereich von Brühler Straße und Max-Planck-Straße Schutzstreifen für den Radverkehr anzulegen und von der Köttinger Straße bis etwa zur Brühler Straße eine Tempo-20-Zone einzurichten. An den Altstadtplätzen sollte die Fahrbahn auf Platzniveau angehoben werden, sonst trennen in der Regel 12 cm hohe Bordsteine Gehweg und Fahrbahn; hinzu kamen barrierefreie Querungen und ein Zebrastreifen auf Höhe der Hausnummer 19b. Die Zahl der Parkplätze sollte sich insgesamt kaum ändern: Zwischen Viry-Châtillon-Platz und Marienplatz entfielen Senkrechtparkplätze, neue entstanden an der Einmündung der Ludwigstraße und an der Ecke zur Klosengartenstraße. Unabhängig von der Fördermaßnahme plante die Stadt eine Erweiterung des Parkplatzes Am Hahnacker.[7] Im Ergebnis wurden Fahrbahn- und Gehwegbereiche neu gegliedert, barrierefreier gestaltet und – vor allem an den Altstadtplätzen – mit Sitzgelegenheiten, Begrünung und Aufenthaltsbereichen ausgestattet.[1]

Volkshochschule[Bearbeiten]

Gebäude der Volkshochschule am Marienplatz

Von 2022 bis 2026 wurde die um 1900 errichtete ehemalige Marienschule am Marienplatz, in der die Volkshochschule untergebracht ist, für rund 2,7 Mio. Euro saniert. Das Gebäude wurde energetisch erneuert, barrierefrei umgebaut und mit modernen Unterrichts- und Arbeitsräumen, einem neuen Aufzug und einem Anbau für Sanitäranlagen ausgestattet.[1][2]

Schlosspark Gracht und Umfeld[Bearbeiten]

Der Kinderspielplatz im Schlosspark wurde 2025/2026 modernisiert: Alte Geräte wurden entfernt, der Sand erneuert und neue Spiel- und Bewegungselemente aufgestellt. Eine Doppelschaukel finanzierten der Förderverein Schlosspark Gracht und der Verfügungsfonds. Mit verbliebenen Mitteln wurden nach Zustimmung des Fördermittelgebers ein stark verwitterter Balancierbalken ersetzt sowie Reck und Barren auf der angrenzenden Wiese ergänzt.[1][5]

Die bislang wenig auffälligen Eingänge des Schlossparks sollen deutlicher markiert und einladender gestaltet werden. Vorgesehen sind eine Bepflanzung der Eingangsbereiche, Nachpflanzungen der den Park umgebenden Hecke und die Wiederherstellung einer historischen Einfriedung; die Umsetzung ist für Herbst 2026 geplant (Stand: Februar 2026).[10][5]

Für die Gräben, Teiche und Kanäle des denkmalgeschützten Parks erarbeitet ein Fachplanungsbüro ein Gewässersanierungskonzept, das Wasserqualität, Wasserhaushalt und ökologische Funktionen langfristig sichern soll und Grundlage für spätere, gesondert zu finanzierende Einzelmaßnahmen ist. Nach einer Zwischenpräsentation im Oktober 2025 wurde die Fertigstellung für Herbst 2026 erwartet (Stand: Februar 2026).[10][5]

Die Grachtstraße trennt Schlosspark und Stadtgarten.[2] 2025 wurde in einem Verkehrsversuch eine Vollsperrung erprobt; daraus ging eine provisorische Einbahnstraße von der Bliesheimer Straße in Richtung Carl-Schurz-Straße hervor. Die Verwaltung empfahl, diese Regelung dauerhaft beizubehalten und so Platz für einen Radweg in Gegenrichtung, breitere Gehwege und einen Fußgängerüberweg zwischen Stadtgarten und Schlosspark zu schaffen. Der Umbau ist für 2027 vorgesehen.[10][5]

Auch die Fritz-Erler-Straße zwischen Bahnhofstraße und Schlosspark soll umgestaltet werden, um den Übergang zwischen Ortskern und Park aufzuwerten. Geplant sind unter anderem ein Einbahnstraßensystem, ein Schutzstreifen für den Radverkehr auf dem Schulweg, ein verbreiterter, barrierefreier Gehweg auf der Westseite, wiederhergestellte Sichtachsen auf das Schlossportal und ein neuer Wegebelag entlang des Schlossgrabens, passend zu den Altstadtplätzen. Die versiegelten Flächen vor dem Sportlerheim der Sportgemeinschaft Erftstadt sollen mehr Grün und Fahrradabstellplätze erhalten. Die Planung wird 2026 weiter beauftragt, der Umbau ist für 2027 vorgesehen.[10][5]

Weitere Maßnahmen[Bearbeiten]

Das „Landschaftsfenster Brühler Straße" sieht einen Durchstich durch den ehemaligen Bahndamm vor, der den Zugang zum Naherholungsgebiet am Liblarer See bislang erschwert; der neue Fuß- und Radweg soll an den bestehenden Weg zum See anschließen.[10] Gegen das Projekt äußerten der Landesbetrieb Wald und Holz NRW und der Naturschutzbeirat des Rhein-Erft-Kreises erhebliche Bedenken; die Verwaltung prüft daher eine kleinere Lösung (Stand: Februar 2026).[5]

Die stark versiegelten Außenanlagen des Schulzentrums mit Gymnasium und Realschule sollen zu einem Aufenthalts- und Bewegungsraum für Schüler und Öffentlichkeit werden. Im Mittelpunkt stehen die Wegeverbindungen zwischen Poststraße und Schwalbenstraße sowie zwischen Schwanenstraße und Jahnstraße mit den angrenzenden Schulhöfen; sie sollen Sitzbereiche, Begrünung sowie Bewegungs- und Spielangebote erhalten und außerhalb der Schulzeiten teilweise öffentlich nutzbar sein. Die Umsetzung ist für 2027 vorgesehen, der Durchführungszeitraum wurde bis Ende 2027 verlängert.[10][5] Die Aula der Realschule, die auch Vereine und andere Akteure aus dem Stadtteil nutzen, soll energetisch saniert und technisch modernisiert werden, unter anderem bei Ausstattung und Veranstaltungstechnik; der Umbau ist ebenfalls für 2027 geplant.[10][5]

Unter dem Namen „Mansio Liblar" soll am Kreisverkehr Carl-Schurz-Straße/Seestraße an die Lage Liblars an der Römerstraße erinnert werden. Vorgesehen sind die Gestaltung des Kreisverkehrs und der im Bebauungsplan 152 festgesetzten Grünfläche mit einer symbolischen römischen Raststation („Mansio") und Informationstafeln sowie eine Eingrünung der Glascontainer an der Max-Planck-Straße. Die Planung wird 2026 beauftragt, der Bau ist für 2027 vorgesehen.[10][5]


Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. ↑ 1,0 1,1 1,2 1,3 1,4 1,5 1,6 1,7 Abgeschlossene Projekte im Masterplan Liblar. In: mein-liblar.de. Abgerufen am 7. Oktober 2026.
  2. ↑ 2,00 2,01 2,02 2,03 2,04 2,05 2,06 2,07 2,08 2,09 2,10 2,11 2,12 2,13 2,14 2,15 2,16 2,17 2,18 2,19 2,20 2,21 2,22 2,23 2,24 2,25 2,26 Planungsgruppe MWM: Masterplan Erftstadt-Liblar. Aktualisierung Erläuterungsbericht. Im Auftrag der Stadt Erftstadt, Aachen, 16. November 2016.
  3. ↑ 3,0 3,1 Stadt Erftstadt: Beschluss des Rates vom 15. Dezember 2015 zur Vorlage 503/2015 („Masterplan Liblar; Beschluss über das Integrierte Handlungskonzept (Masterplan Liblar)").
  4. ↑ 4,0 4,1 4,2 4,3 4,4 4,5 Masterplan Liblar. In: erftstadt.de. Abgerufen am 7. Oktober 2026.
  5. ↑ 5,00 5,01 5,02 5,03 5,04 5,05 5,06 5,07 5,08 5,09 5,10 5,11 5,12 5,13 5,14 5,15 5,16 5,17 5,18 5,19 Stadt Erftstadt: Masterplan Liblar – Sachstandsbericht. Vorlage 451/2025 für den Ausschuss für Stadtentwicklung, Umwelt und Landwirtschaft, 2. März 2026.
  6. ↑ 6,0 6,1 6,2 6,3 6,4 6,5 6,6 6,7 6,8 Stadt Erftstadt: Städtebauliche Sanierungssatzung Erftstadt-Liblar. Begründung der förmlichen Festlegung einschließlich Bericht über das Ergebnis der vorbereitenden Untersuchungen. Satzungsbegründung, 2. Mai 2016.
  7. ↑ 7,00 7,01 7,02 7,03 7,04 7,05 7,06 7,07 7,08 7,09 7,10 7,11 7,12 7,13 7,14 7,15 7,16 7,17 7,18 7,19 Stadtteilmanagement „Mein Liblar" im Auftrag der Stadt Erftstadt: Masterplan Liblar. Informationsbroschüre, 2022.
  8. ↑ 8,0 8,1 Stadt Erftstadt: Beschluss des Rates vom 27. April 2016 zur Vorlage 102/2016 („Masterplan Liblar; Beschluss über die Sanierungssatzung gem. § 142 BauGB").
  9. ↑ 9,0 9,1 9,2 Erftstadt – Stadtteilmanagement Liblar. In: cima.de. Abgerufen am 7. Oktober 2026.
  10. ↑ 10,00 10,01 10,02 10,03 10,04 10,05 10,06 10,07 10,08 10,09 10,10 Laufende Maßnahmen. In: mein-liblar.de. Abgerufen am 7. Oktober 2026.
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