Gymnasium Lechenich
Das Gymnasium Lechenich ist ein Gymnasium in Lechenich und Teil des örtlichen Schulzentrums.
Beschreibung[Bearbeiten]
Das Gymnasium ging 1961 aus der Erweiterung der Höheren Schule Lechenich zunächst zu einem Progymnasium und ab 1968 zu einem Vollgymnasium hervor. Heute bietet das Gymnasium Lechenich einen neunjährigen Bildungsgang in den Jahrgangsstufen 9 bis 13 an, der mit der Allgemeinen Hochschulreife abgeschlossen wird. Seit dem Schuljahr 2016/17 kann für die Kinder eine Übermittagsbetreuung bis 15:50 Uhr in Anspruch genommen werden.
Als Leitbild des Gymnasiums wurde im Schulprogramm der Satz „Gemeinsam stark durch Vielfalt und Verantwortung“ ausgewählt.
Geschichte[Bearbeiten]
Am 29. Dezember 1960 beschloss der Rat der Stadt Lechenich, die Höhere Schule (auch als Zubringerschule bezeichnet) zu einem Progymnasium auszubauen, das die Jahrgangsstufen 5 bis 10 umfasst und damit den Abschluss der Mittleren Reife ermöglicht. Am 14. März 1961 wird die Umwandlung durch den Kultusminister Prof. Dr. Holzapfel genehmigt.
Zu dieser Zeit war die Schule noch in dem 1905 erbauten Gebäude an der Franz-Busbach-Straße untergebracht. Daher bewilligt die Stadt im gleichen Jahr einen Betrag von 1 Mio. DM für die Errichtung eines Neubaus. Mit der Planung und Bauausführung wurde der Architekt Johannes Zepp beauftragt. Im Jahr 1962 erfolgt der Spatenstich für das neue Schulgebäude im Schulzentrum an der heutigen Dr.-Josef-Fieger-Straße, bestehend aus dem A-Trakt und dem naturwissenschaftlichen N-Trakt (mit Fachräumen für Biologie, Physik und Chemie). Nach zweijähriger Bauzeit wurde der Neubau am 20. Juli 1964 eingeweiht; das Budget war zwischenzeitlich auf 2,1 Mio. DM erhöht worden. 1966 wurde zusätzlich eine Turnhalle fertiggestellt und 1967 neue Verwaltungsräume eingeweiht.
Zu dieser Zeit besuchten ca. 150 Schülerinnen und Schüler das Progymnasium (davon zwei Drittel von außerhalb Lechenichs), die von den hauptamtlichen Lehrkräften Keller, Balensiefer, Drescher, Dr. Pillen, Dr. Stommel, Proppert und Tiemann unterrichtet wurden. Allerdings erkannte der Rat der Stadt bereits 1965 einen weiter stark wachsenden Bedarf und beschloss daher am 6. Dezember, das Progymnasium zu einem Vollgymnasium auszubauen und die Jahrgangsstufen 11 bis 13 zu ergänzen. Das Kultusministerium stimmte diesem Schritt jedoch zunächst nicht zu, so dass sich der endgültige Beschluss bis zum 27. Oktober 1966 verzögerte, in dem der Ausbau zur Vollanstalt zum 1. August 1968 festgelegt wurde. Dieser Schritt machte auch einen weiteren Ausbau des Schulgebäudes notwendig, so dass mit dem Bau des B-Traktes begonnen wurde, für den 1967 Richtfest gefeiert wurde.
Im Jahr 1971 schloss der erste Abiturjahrgang des Klassenlehrers Werner Tiemann mit 6 Abiturientinnen und 11 Abiturienten das Gymnasium ab. Im gleichen Jahr wurde auch der C-Trakt mit zwölf weiteren Unterrichtsräumen und drei Fachräumen für Kunst eingeweiht. Der zweite Abiturjahrgang bestand bereits aus 23 Schülerinnen und Schülern. Aufgrund der weiter zunehmenden Schülerzahlen wurde bereits drei Jahre später der D-Trakt mit einem Lehrerzimmer, Physik- und Musikfachräumen, Sprachlabors und 6 weiteren Klassenräumen bezogen. Es folgte 1976 die Eröffnung der Aula.
Auch in den 1980er Jahren wurde das Schulgebäude erweitert. Der von der Realschule genutzte E-Trakt wird 1984 fertiggestellt, 1986 der F-Trakt mit zusätzlichen Medien- und Klassenräumen.[1][2][3]
Im April 2017 wurde das Gymnasium offiziell Mitglied im Netzwerk der UNESCO-Schulen und arbeitet innerhalb dieses Netzwerkes als „mitarbeitende“ UNESCO-Schule mit.
Seit Mai 2019 ist das Gymnasium Lechenich als Fair-Trade-Schule zertifiziert.
Schulleitung[Bearbeiten]
Name | von | bis |
---|---|---|
Friedrich Keller | 1964 | 1967 |
Karl Stommel | 1967 | 1982 |
Werner Tiemann | 1982 | 1994 |
Renate Sartor | 1994 | 1998 |
Siegmar Hinz (komm.) | 1998 | 1999 |
Hiltrud Westram | 1999 | 2007 |
Gabriele Breuer-Rönspies | 2007 | 2009 |
Norbert Subroweit (komm.) | 2009 | 2010 |
Karin Freiburg | 2010 | 2023 |
Arnold Schroeder (komm.) | 2023 | 2023 |
Julia Franken | 2023 |
Bekannte Schüler*innen[Bearbeiten]
Bilder[Bearbeiten]
Vorherige Adressen[Bearbeiten]
- 1961-1964: Franz-Busbach-Straße
Weblinks[Bearbeiten]
Literatur
- 100 Jahre Städtische Höhere Schule Lechenich. Hrsg. Gymnasium Lechenich, 1969
- Karin Freiburg: Facetten von Heute: 50 Jahre Gymnasium Lechenich. In: Jahrbuch der Stadt Erftstadt 2015, S. 133 (Hrsg. Stadt Erftstadt)
- Doris Krampf: Kunst, Musik, Architektur: Kunstprojekt am Gymnasium Lechenich - Ein Rückblick auf 5 Jahre Kunstausstellungen im Lechenicher Stadthaus. In: Jahrbuch der Stadt Erftstadt 2016, S. 61 (Hrsg. Stadt Erftstadt)
- Karin Freiburg: Die Denkmal-Aktiv AG - Denkmalschutz macht Schule. Ein Projekt am Städtischen Gymnasium Lechenich. In: Jahrbuch der Stadt Erftstadt 2023, S. 155 (Hrsg. Stadt Erftstadt)
Publikationen als Herausgeber
Einzelnachweise[Bearbeiten]
- ↑ Hanna Stommel: Zu Fuß durch die Altstadt. In: Jahrbuch der Stadt Erftstadt 1995, S. 72.
- ↑ Aus der Geschichte des Gymnasiums Lechenich. In: gymnasium-lechenich.de. Abgerufen am 14. Oktober 2022.
- ↑ Städtisches Gymnasium Lechenich: 50 Jahre Neubau Gymnasium Lechenich. Juni 2014