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Manfred Brück

Aus ErftstadtWiki
Manfred Brück
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Geburtstag
Geburtsort
Eschweiler
Todestag
Todesort
Beruf
Mitgliedschaften

Manfred Brück war ein deutscher Maler, Grafiker und Designer. Er wurde insbesondere durch seine gestalterischen Arbeiten für den Kölner und Erftstädter Karneval sowie durch die Entwicklung von Signets und Logos für Unternehmen und Organisationen bekannt.

Leben[Bearbeiten]

Brück wurde in Eschweiler bei Aachen geboren. Nach Erreichen der Mittleren Reife im Jahr 1949 absolvierte er eine zweieinhalbjährige Lehre als Schriften- und Reklamemaler, die er mit Auszeichnung abschloss. Parallel zu einer kurzen Gesellenzeit belegte er ein Abendsemester an den Werkkunstschulen Aachen.

Von 1952 bis 1955 studierte Brück sieben Semester an den Kölner Werkschulen bei den Professoren Heinrich Hußmann und Marianne Kohlecheen-Richter. Während dieser Zeit war er zudem im Atelier des Grafikers Jupp Palm in Köln tätig. Zwischen 1955 und 1966 arbeitete er als Grafiker in München und Köln, bevor er sich 1966 mit einem eigenen Atelier für Malerei, Grafik und Design selbstständig machte. Im Jahr 1969 verlegte er seinen Wohnsitz nach Liblar.[1]

Berufliches Wirken[Bearbeiten]

Brücks Tätigkeit als Grafiker und Designer umfasste Entwürfe für Plakate, Prospekte, Illustrationen und Verpackungen sowie die Gestaltung von Innenräumen. Zu seinen langjährigen Auftraggebern gehörten namhafte Unternehmen und Institutionen:[1]

  • Pharma und Industrie: Für das Unternehmen Madaus war er 34 Jahre lang tätig. Weitere Kunden waren Nattermann, Klöckner-Humboldt-Deutz AG, Rheinische Olefinwerke und Vaillant.
  • Handel und Dienstleistung: Er gestaltete Entwürfe für die Kaufhof AG und die Horten AG. Für den Chocolatier Heinemann (Düsseldorf/Mönchengladbach) entwickelte er über viele Jahre Verpackungen, Dekorationen und Prospekte, darunter spezialisierte Kartonagen wie das „Kleine Laster“.
  • Institutionen: Er arbeitete für die RWTH Aachen sowie für die Wohnungsbaugesellschaften der Rheinbraun (WBG/GSG).

Ein weiteres Betätigungsfeld war die Illustration, unter anderem für den Kölner Zoo, für den er das Titelbild eines Zoo-Kinderbuches über den Regenwald gestaltete.

Karnevalistisches Werk[Bearbeiten]

Kölner Karneval[Bearbeiten]

Seine Arbeit für das Festkomitee Kölner Karneval begann nach seiner Entdeckung durch Franz Wolf, den ehemaligen Präsidenten des Bundes Deutscher Karneval. Über einen Zeitraum von 26 Jahren, bis zu seinem Abschied im Jahr 2011, entwarf er zahlreiche Elemente für den Kölner Rosenmontagszug:[2]

  • Wagenbau: Brück entwarf Persiflagewagen und Bagagewagen. Ein bekanntes Beispiel ist der Wagen „Kultur-Kamelle“ aus dem Jahr 2008, der eine Hommage an die Kunstmäzene Irene und Peter Ludwig darstellte. Seine Entwürfe fertigte er klassisch per Handzeichnung und anschließender Kolorierung an.
  • Orden und Embleme: Er gestaltete insgesamt 19 Zugorden für das Festkomitee sowie spezielle Orden für die Kölner Oberbürgermeister Norbert Burger und Fritz Schramma. Zudem entwarf er Mottoschilder und Zugankündigungen.
  • Traditionskorps: Für die Ehrengarde der Stadt Köln gestaltete er Urkunden in kalligrafischer Form sowie Grafiken. Anlässlich des 111-jährigen Jubiläums der Prinzen-Garde Köln im Jahr 2017 entwarf er deren Jubiläumslogo.

Für seine Verdienste wurde Brück mit dem Verdienstorden des Festkomitees Kölner Karneval in Gold ausgezeichnet.

Erftstädter Karneval[Bearbeiten]

In seiner Wahlheimat Erftstadt hinterließ er ebenfalls künstlerische Spuren. Er erstellte eine Jubiläumscollage für die KG Klüttefunke Liblar zum 50-jährigen Bestehen und gestaltete Arbeiten für das Lechenicher Dreigestirn von 1999 sowie das Liblarer Dreigestirn von 1997. Der Festwagen des Lechenicher Dreigestirns zeigte unter seiner Planung lokale Motive wie die Stadttore und das historische Rathaus.[2]

Wirken in Erftstadt[Bearbeiten]

Vor- und Rückseite der Carl-Schurz-Medaille

Brücks Schaffen in Erftstadt umfasste neben dem Karneval zahlreiche öffentliche und vereinsbezogene Projekte:[2]

  • Signets und Logos: Er entwarf die Logos für die BürgerStiftung Erftstadt, den VfB Erftstadt, den Erftstadtlauf und die Interessen- und Werbegemeinschaft (IWG) Liblar. Auch das Signet der Pfarreiengemeinschaft Erftstadt-Ville stammt von ihm.
  • Auszeichnungen: 1979 gestaltete er im Auftrag der Kreissparkasse Euskirchen zum 150. Geburtstag von Carl Schurz die Carl-Schurz-Medaille, die seit 1983 als Auszeichnung der Stadt Erftstadt verliehen wirf.
  • Wandmalerei und Plakate: In der alten Feuerwache Lechenich schuf er Wandgemälde für den Gartenbau- und Verschönerungsverein. Zum 850-jährigen Jubiläum von Liblar im Jahr 2000 entwarf er das offizielle Festplakat.

Künstlerisches Schaffen[Bearbeiten]

Neben der angewandten Grafik widmete sich Brück der freien Malerei. Sein Werk umfasst Zeichnungen, Aquarelle, Temperabilder und Acrylmalerei. Er fertigte unter anderem Porträts und Landschaftsbilder an. Seine künstlerische Arbeit wurde in zahlreichen Ausstellungen präsentiert, darunter eine Retrospektive im Rathaus Erftstadt (2000) und eine Ausstellung im Kölner Karnevalsmuseum (2011).[1]

Literatur

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. 1,0 1,1 1,2 Vita. In: manfredbrueck.de. Abgerufen am 11. Februar 2026.
  2. 2,0 2,1 2,2 Sabine Acker: Ein Erftstädter und der Kölner Karneval. In: Jahrbuch der Stadt Erftstadt 2009, S. 93-103.
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