Liblar/Alte Presse
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Dieser Artikel gibt eine Übersicht zu historischen Artikeln aus Zeitungen und Zeitschriften, die den Stadtteil Liblar betreffen.
Liblar in der älteren Presse[Bearbeiten]
- 3.8.1707: Aus Cölln, den 21. Julij. Nachdem der Feind sein Lager vor einigen Tagen vor hiesiger Stadt so urplötzlich aufgehoben giengen dessen Trouppen selbigen Nachmittag noch bis Lechenich und Liblaer fort. ...[1]
1800 - 1840[Bearbeiten]
- 19.11.1803: Verflossenen Freitag den roten Brümär, hat man bei Liblar an der Ville einen Geistlichen im Blute schwimmend gefunden. Es heißt, es sei der Expastor von Froitzheim, Melchior Kamps. An einem Arme war er durch viele Schnitte verwundet. Er starb kurz nachher an der Verblutung. Das Messer lag noch neben ihm.[2]
- 13.10.1821: Ein sehr vortheilhaft gelegenes Wirthshaus zu Liblar, im Schwanen genannt, nebst hinreichenden Stallungen, mit Brennhaus, Scheune und Garten, meistens in recht gutem Stande, steht zu verkaufen bei Theodor Winterschladen, Kaufmann daselbst.[3]
- 14.10.1829: … an die Stelle des verstorbenen Johann George Roggendorff ist der bisherige Vicar zu Doveren, Heinrich Leonard Conradt, zum Hilfspfarrer in Liblar, Kreis Euskirchen, ernannt, und der bisherige Vicar Johann Arnold Drerichs zu Gymnich in gleicher Eigenschaft nach Heddinghoven, im Kreise Euskirchen, versetzt worden.[4]
- 4.2.1831: Köln, 3. Febr. Am 27. Januar hatten drei Mitglieder des Kreisstandes von Euskirchen, als die Herren Bendermacher, Notar und beigeordnete Bürgermeister zu Lechenich, Hüssen, Verwalter von Liblar und Curt, Bürgermeister von Friesheim und Liblar, die hohe Ehre bei Sr. Königl. Hoh. dem Herrn General-Gouverneur als Deputirte der Mitbewohner des Kreises Euskirchen, namentlich der Stadt Lechenich vorgestellt und Tages darauf zur fürstlichen Tafel eingeladen zu werden. Se. Königl. Hoheit geruhten Sich in den huldvollsten Ausdrücken mit den Deputirten zu unterhalten und erkundigten Sich über die Angelegenheiten des Landes, und ob auch der Landstraßenbau in dortiger Gegend mit Eifer betrieben würde.[5]
- 15.9.1838: Liblar, den 10. Sept. Gestern Abend, viertel vor 8 Uhr, ward hier ein ziemlich starkes Erdbeben verspürt. Der Stuhl, worauf der Referent saß, schien sich fortzurücken und die Hausgeräte kamen in eine geräuschvolle, zitternde Bewegung. Die Dorfbewohner geriethen alle in eine große Bestürzung. Der Erdstoß schien von Südwest zu kommen und dauerte nur wenige Sekunden.[6]
- 8.8.1839: Nachdem der Bürgermeister Curt, zu Liblar, von der ihm commissarisch übertragen gewesenen Verwaltung der Bürgermeisterei Lechenich ausgeschieden, ist dieselbe dem Bürgermeister Pütz, von Erp, in derselben Weise übertragen und dieser Letztere am 23. d. M. in dieses Amt eingeführt worden.[7]
- 23.8.1839: Gastwirt Christian Schurz lädt ein in sein Kirmeszelt im August 1839.[8]
1840 - 1849[Bearbeiten]
- 30.1.1840: Der Schulamts-Candidat Franz Joseph Rabe ist als Lehrer der Katholischen Schule zu Liblar, im Kreise Euskirchen, unterm 13. Jan. c. ernannt worden.[9]
- 3.3.1840: Auf höhere Anordnung ist in dem zwischen Brühl und Lechenich liegenden Dorfe Liblar vom heutigen Tage eine Post-Expedition errichtet worden und dem Beigeordneten Rick übertragen. Außer Bestellung der Correspondenz, Gelder und Packete, werden in Liblar auch Personen zu der zwischen Brühl und Lechenich coursirenden täglichen Personenpost angenommen, in sofern der Wagen noch unbesetzte Plätze hat, welches ich hiermit zur öffentlichen Kenntnis bringe. - Köln, den 1. März 1840 - Der Ober-Post-Director Rehfeld[10]
- 9.4.1840: An die Stelle des freiwillig ausgeschiedenen Herrn K. Curt ist der Herr Graf Levin von Wolff-Metternich zur Gracht zum provisorischen Bürgermeister der Bürgermeisterei Liblar ernannt und am 16. d. M. in dieses Amt eingeführt worden.[11]
- 1.4.1841: An die Stelle des auf sein Ansuchen entlassenen Hrn. Grafen von Wolff Metternich ist der Gutsbesitzer und Kaufmann Hr. Theodor Winterschladen zum Bürgermeister von Liblar ernannt und am 13. d. M. in dieses Amt eingeführt worden.[12]
- 9.4.1843: Verzeichnis der Gast- und Schenkwirthe des Kreises Euskirchen nebst deren Gewerbesteuer.
- Felten Jakob zu Liblar
- Fischer Jacob Wittwe zu Liblar
- Kalscheuer Jos.zu Liblar
- Klein Johann zu Liblar
- Barty Christian zu Liblar
- Menzen Wittwe zu Liblar
- Pesch Peter jezt Bersk Peter zu Liblar
- Rick Johann zu Liblar
- Schurz Christian zu Liblar[13]
- 28.8.1845: An die Stelle des anderweit versetzten Pfarrers von Liblar ist unterm 25. Juni d. J, der bisherige Pfarrer zu Worringen, Johann Wilhelm Joseph Herrmanns zum Pfarrer in Liblar, im Decanate Lechenich, ernannt worden.[14]
- 29.8.1845: Die durch Absterben des Pfarrers Hoch erledigte Pfarre Hochkirchen, Kreises Düren, ist dem seitherigen Pfarrer zu Liblar, Heinrich Leonhard Conrads, verliehen worden.[15]
- 6.8.1846: Der Ackerer und Gastwirth Jacob Felten zu Liblar ist zum ersten Beigeordneten der Bürgermeisterei Liblar ernannt und am 2. d. M. in dieses Amt eingeführt worden.[16]
- 9.10.1847: Vorstehendes Schreiben Seiner Excellenz des Herrn Generallieutenants und Divisions-Kommandeurs Grafen von Kanitz bringe ich hiermit zur allgemeinen Kenntniß und benutze mit Vergnügen diese Gelegenheit nicht allein das gute Benehmen der Gemeinden gegen die Truppen sondern auch das Wohlverhalten der Letztern gegen die Einwohner zu loben und den Herren Bürgermeistern Pütz zu Lechenich, Ittenbach zu Gymnich Winterschladen zu Liblar, Wermerskirchen zu Vernich, Fröhlich zu Friesheim und Wachendorff zu Zülpich, wie nicht minder den betreffenden Gemeinde-Vorstehern meine völlige Zufriedenheit mit Ihrer, bei dem schwierigen und mühevollen Geschäfte der Unterbringung der Truppen, Beschaffung der Transportmittel u. d. m. bewiesenen, Thätigkeit und Umsicht hiermit öffentlich zu erkennen zu geben. - Haus Wachendorf den 1. October 1847.* Der Königliche Landrath, Schröder.[17]
- 22.2.1849: Die durch Versetzung des Pfarrers Hermans erledigte Pfarre Liblar, im Decanate Lechenich, ist dem bisherigen Vicar zum h. Jacob zu Köln, Wilhelm Joseph Schmitz, verliehen worden.[18]
- 1849: Zu Liblar (Kreis Euskirchen) im Regierungsbezirk Köln kommt wirklich der Fall vor, daß Torf auf einer Oberfläche gestochen wird, unter welcher der Bergmann Braunkohlen gewinnt und zu Tage fördert, ...[19]
1850 - 1869[Bearbeiten]
- 28.3.1850: Der zum zweiten Beigeordneten der Bürgermeisterei Liblar ernannte Ackerer Jos. Merscheim zu Bliesheim ist am 12. März in sein Amt eingeführt worden.[20]
- 10.7.1850: Schurz, Carl, stud. phil. aus Liblar geb. und in Bonn wohnhaft. Alter: 21 Jahre; Statur: schlank; Haare: blond; Stirne: frei; Augen: grau; Nase: klein; Mund: gew.; Kinn: länglich, etwas hervorstehend; Schnurrbart: noch ſehr schwach; Gesicht: länglich, gesund; bes, Kennzeichen: pflegt eine Brille zu tragen. Er wird als ein thätiger.Agent der Umwälzungsparthei bezeichnet, hat sich früher abwechselsweise in Paris und Bonn aufgehalten, und soll sich dermalen in Zürich als Mitredakteur einer dort erscheinenden Zeitschrift beschäftigen. Wegen Betheiligung am ſ.g. Siegburger Zuge und an den Kämpfen in Baden ist Schurz steckbrieflich verfolgt, soll es aber dem ungeachtet kürzlich gewagt haben, seine Verwandten in Bonn zu besuchen. 2/7. 50.[21]
- 16.8.1857: Vom nächsten Dinstag ab wird täglich Nachmittags 3½ Uhr bei Herrn Kappes am Weiherthor ein Omnibus nach Erp abfahren. Das Personengeld beträgt:
Von Köln bis Liblar 5 Sgr.
" " " Lechenich 6 Sgr.
" " " Erp 8 Sgr.
- 31.10.1857: Lechenich, 29 Oct. Gestern wurde die in der köln-luxemburger Bezirksstraße unweit Liblar im Laufe dieses Sommers erbaute massive Brücke über die Erft dem allgemeinen Verkehre übergeben.[23]
- 29.7.1858: Die hiesige Küster- und Organistenstelle, mit welcher eine Einnahme von circa 150 Thalern verbunden ist, soll neu besetzt werden. Qualifizirte Bewerber wollen sich mit ihren Zeugnissen bei dem Unterzeichneten baldigst persönlich melden. - Liblar bei Brühl, den 22. Juli 1858. - Klapdor, Pfarrer[24]
- 22.9.1860: Der Schulamts-Candidat J. Kopper ist zum Elementarlehrer in Liblar und der bisherige Lehrer zu Friesheim, M. Kreutzberg, zum Elementarlehrer in Kleinbüllesheim ernannt worden.[25]
- 11.1.1861: In der Gegend von Liblar wurde, wie wir hören, ein Wolf erlegt.[26]
- 25.4.1863: Dem Adam Bienentreu zu Liblar ist die Erlaubniß zur Ausübung der kleinen Chirurgie, mit Ausschluß des Zahnausziehens, jedoch nur auf jedesmalige Anordnung eines approbirten Arztes, ertheilt worden.[27]
- 7.12.1867: Mit Genehmigung der Königlichen Ober-Post-Direction in Köln fährt vom 10. d. M. ein 6sitziger Omnibus zwischen Lechenich und Köln. Personengeld 11 Sgr. Abfahrt von Lechenich 6:30 Vorm.(Postlocal), Abfahrt von Köln 5:30 Nachm.(Kreuz- und Streitzeuggassen-Ecke). Anhaltepuncte in Liblar und Hermülheim bei der Post=Exped., woselbst Personen in die vorhandenen leeren Räume aufgenommen werden. Das Personengeld muß an den Kutscher entrichtet werden.- Lechenich, 6. December 1867.-Curt, Posthalter.[28]
1870 - 1879[Bearbeiten]
- 21.11.1870: Zur Errichtung einer 3. gemischten Schulclasse an der katholischen Elementarschule zu Liblar wird eine qualificirte Lehrerin gesucht. …[29]
- 19.1.1871: ... und die Schulamts-Candidatin M. M. Bendermacher zu Lechenich zur provisorischen Elementarlehrerin in Liblar, Kreis Euskirchen ernannt worden.[30]
- 26.6.1871: Die im Kreise Euskirchen bei Liblar 2 Stunden von der Eisenbahnstation Brühl gelegenen, dem Herrn Grafen von Hoensbroech gehörigen Güter Buschfeld und Bremerhof, nebst Wassermühle, sollen als ein Ganzes vom 22. Februar 1872 an, auf längere Jahre verpachtet werden.[31]
- 23.10.1873: … und die Schulamts-Candidatin G. Wilden zur Elementarlehrerin in Liblar, Kreis Euskirchen, ernannt worden.[32]
- 13.1.1874: Lechenich, 10. Jan. Bei der im hiesigen Rathhause stattgehabten Reichstagswahl fielen auf unsern verehrten Abgeordneten Dr. Rudolphi 288 Stimmen. Neben ihm candidirten — Achtung! — die beiden Staatskatholiken Herr Bürgermeister Kiel und Herr Winterschladen, „selbstständiger“ Bürger in Liblar(Allseitige stürmische Heiterkeit im Centrum). Letzterer eroberte 70, ersterer ca. 20 Stimmen. „Staatsfreundlich“ votirten auch die Kinder Israels — die doch in alten Zeiten mit den „Philistern“ stets in blutigem Streite lagen!
- Liblar bei Brühl. Dr. Rudolphi erhielt 133, Herr Winterschladen im Ganzen 18 Stimmen. Fürwahr, kein Prophet ist in seinem Vaterlande geachtet. Merkwürdig ist's, daß in diesem kleinen Wahlbezirke, in welchem der präsumptive Abgeordnete als Wahl-Commissar fungirte, nicht weniger als 40 katholische Wahlmänner zurückgewiesen werden mußten, weil ihre Namen nicht in der Liste standen.[33]
- 8.11.1875: Bei der heute Statt gehabten Wahl eines Landraths wurden im ersten Wahlgange Landgerichtsreferendar Graf v. Beissel zu Köln, im zweiten Wahlgange Landgerichtsrath v. Proff-Irnich zu Bonn und im dritten Wahlgange Gutsbesitzer Jakob Winterschladen zu Liblar gewählt. Die allerhöchste Bestätigung bleibt abzuwarten.[34]
- 30.6.1876: … , der Lehrer W. Küppers zum Lehrer an der Schule zu Liblar, Kr. Euskirchen, ...der Schulamts-Candidat J. Zimmermann zum Lehrer an der Schule Gymnich, Kr. Euskirchen, … ernannt worden.[35]
- 6.4.1877: Es wurden ernannt: … A. Schilling zur Lehrerin an der II. Mädchenclasse der Schule zu Gymnich, Kr. Euskirchen, … M. Orwa zur Lehrerin an der Schule zu Liblar, Kr. Euskirchen, C. Jacobs zur Lehrerin an der Elementarschule zu Gymnich, Kr. Euskirchen ...[36]
- 6.9.1878: Der bisherige Lehrer an der Schule zu Liblar, Kreis Euskirchen, W. Cüppers, ist zum Lehrer an der Schule zu Niederdrees, Kreis Rheinbach, … ernannt worden.[37]
- 25.9.1878: Bei den Postanstalten in Liblar, Weilerswist, … werden am 1. October Telegraphen-Betriebsstellen mit beschränktem Tagesdienst eröffnet werden.[38]
- 9.10.1878: Gestern Abend 7 Uhr verschied … Joh. Jos. Curt, Hauptmann a. D. u. Bürgermeister von Friesheim, Liblar und Lechenich im 82. Lebensjahre.[39]
- 1.11.1878: Ernannt wurden die Lehrer: M. H. Stass zu Menden zum Lehrer der 1. Knabenclasse an der Schule zu Lechenich … M. Müller zu Balkhausen zum Lehrer an der Schule zu Liblar … J. Zimmermann zum 1. Lehrer an der Schule zu Gymnich ...[40]
- 7.1.1879: Liblar im Kreise Euskirchen, 4. Nov. Gestern Abend kurz vor 11 Uhr brach auf dem in der Nähe unseres Dorfes gelegenen Schlosse Grach, welches Eigenthum des Grafen Wolff-Metternich ist, Feuer aus. Die sämmtlichen sehr umfangreichen Oekonomiegebäude wurden von dem vernichtenden Element binnen kurzer Frist zerstört; nur mit größter Mühe konnte von der tapfer arbeitenden Ortsbevölkerung das eigentliche Schloß gerettet werden.[41]
1880 - 1889[Bearbeiten]
- 28.2.1880: Doppelmord am Bäckerehepaar Amfaldern
- 6.11.1880: Am Mittwoch den 17. November dieses Jahres, Morgens 10 Uhr, soll bei dem Wirthe Karl Brendgen zu Zieselsmaar in der Bürgermeisterei Liblar die daselbst gelegene, bisher von der gräflich Wolff-Metternich'schen Rentei selbst verwaltete Braunkohlengrube „Hubertus“ nebst Dachziegelei sammt ausstehenden schönen Gebäulichkeiten und den dazu gehörigen Dienstländereien öffentlich verpachtet werden. Die Bedingungen liegen bei dem Unterzeichneten zur Einsicht offen. Der gräflich Wolff-Metternich'sche Rentmeister: Ittenbach, Burg Gymnich, per Liblar in Deutschland.[42]
- 24.7.1881: Am Samstag den 16. d. Mts., nachmittags, ist ein großer Teil der Bürgermeistereien Lechenich, Erp und Liblar von furchtbarem Hagelschlag heimgesucht worden. Abgesehen von dem bedeutenden Schaden an Häusern und Gehöften, ist die, meist nicht versicherte Aernte zerstört. Der Gesamtschaden an vernichteter Frucht beläuft sich weit über eine Million, Mark. Den Landleuten sind nicht nur die Lebensmittel für sich und ihr Vieh entrissen, sondern auch die Mittel zur Saatbestellung für das nächste Jahr vollständig genommen. Außerdem besteht die Verpflichtung zur Zahlung der Pacht neben der traurigen Aussicht im Winter ohne Arbeit und Verdienst zu sein, und leider beackerten die meisten der Beschädigten den unter ihrer Cultur stehenden Boden nur als gepachtetes Land. Tausende, sehen verzweiflungsvoll auf die furchtbaren Wirkungen der entfesselten Naturkräfte, die in wenigen Minuten die auf Schweiß und Arbeit gegründete Hoffnung auf eine günstige Aernte zerstört und nur Ruin und Schulden zurückgelassen haben. Ohne fremde Beihülfe können die Not und der Jammer, welche seit einigen Jahren der Hagelschlag wiederholt über dieselbe Gegend gebracht hat, nicht gemindert werden. Die Unterzeichneten richten daher die freundliche Bitte an ihre fühlenden Mitmenschen, durch Spendung freiwilliger Geldbeiträge dem Elend zu steuern und dieselben an den mitunterzeichneten Bürgermeister Busbach gelangen zu lassen. … [43]
- 13.10.1881: Der Kaiser hat den durch das Hagelwetter am 16. Juli d. J. in den Bürgermeistereien Lechenich, Liblar und Erp des Kreises Euskirchen Beschädigten ein Geschenk von 3000 Mark aus seiner Schatulle bewilligt.[44]
- 3.12.1881: Die bisherige Lehrerin Margaretha Orwa zu Liblar ist zur Lehrerin an der Schule St. Martin zu Bonn ernannt worden.[45]
- 9.5.1883: Todesanzeige Jacob Winterschladen, 57 Jahre alt.[46]
- 15.5.1883: … die bisherige Lehrerin Anna Elise Posse zur Lehrerin an der Schule zu Liblar … [47]
- 9.6.1883: Liblar, 4. Juni. Schicksalsschläge. Die gräfliche Wolff=Mettnernich'sche Familie hierselbst wurde in der jüngsten Zeit von schweren Schlägen heimgesucht. Am 21. Februar starb der älteste Sohn, Reichsgraf L. v. Wolff=Metternich, in Warburg, wo er dem Studium oblag, im Alter von 16 Jahren. Am 26. Mai starb die Mutter desselben, Reichsgräfin H. v. Wolff=Metternich, geb. Reichsgräfin v. Droste=Bischering=Nesselrode=Reichenstein, im Alter von 44 Jahren und am 2. Juni der Gemahl derselben, Reichsgraf Max v. Wolff=Metternich, im Alter von 45 Jahren. Die Beerdigung des Letzternfand heute unter sehr zahlreicher Beteiligung von nah und fern statt.[48]
- 26.10.1883: Ernannt worden sind die Lehrer: J. Regh zum Lehrer an der Schule zu Liblar, … P. Graf zum Lehrer an der Schule zu Gymnich, ...[49]
- 27.10.1883: Vom 1. November d.J. ab werden die Orte Brüggen und Dirmerzheim vom Bestellbezirk des Postamts in Gymnich abgezweigt; Brüggen dem Postamte Liblar und Dirmerzheim Lechenich zugetheilt. - Von dieser Verordnung wird das correspondirende Publikum ergebenst in Kenntnis gesetzt. - Lechenich, den 24. Oktober 1883. - Kaiserliches Postamt III, Hambach[50]
- 27.12.1883: Zeitschrift „Gartenzeitung“ von Dr. L. Wittmarck (Verlag von Paul Paren, Berlin). Im Inhaltsverzeichnis des Dezemberheftes wird erwähnt: Jubelausstellung des „Kölner Vereines für Gartenkultur und Botanik“ von Fritz Saldern in Liblar bei Köln.[51]
- 17.1.1884: Portrait des P. Josef Schneider, Priester der Gesellschaft Jesu, Schriftsteller Geb. am 5.9.1824 in Liblar bei Bonn, gest. am 7.1.1884 in Rom.[52]
- 1.9.1884: In der Nähe von Liblar wurde gestern ein Förster bei Ausübung seines Dienstes erstochen. Ueber die blutige That wird uns folgendes mitgeteilt: Eine hiesige Familie hatte in einem Wagen eine Reise nach Lechenich gemacht. Am Abend trat dieselbe in dem Gefähr den Rückweg an. Auf Wunsch des Kutschers verließen die Fahrenden bei Liblar an einer etwas steilen Stelle des Weges den Wagen, um eine Strecke zu Fuß zu gehen. Hier nun sollen die Kölner von Bauern geneckt worden und mit diesen in Streit geraten sein. Der Förster kam des Weges, schritt gegen die Streitenden ein und wurde hierbei durch mehrere Messerstiche getötet. Die hiesige Polizei, welche noch während der Nacht telegraphisch von dem Verbrechen benachrichtigt wurde, verhaftete zwei Brüder, von denen der eine bei dem Streit einen Stich durch die linke Hand erhalten hatte. Wie wir nachträglich erfahren, ist der Getötete der königl. Förster Kurtzius von Hürth.[53]
- 30.4.1885: Der Lehrer Josef Regh, bisher an der Schule zu Liblar, ist zum Lehrer an der Klasse 5b der Bezirksschule bei St. Mauritius hierselbst ernannt worden, …[54]
- 3.4.1886: Liblar, 31. März. Heule verschied unser Pfarrer der hochürdige Herr Joh. Anton Alexander Klapdor, im Alter von 82 Jahren, nach beinahe 35jähriger Wirksamkeit in hiesiger Pfarre, in Folge eines Schlaganfalles. Damit ist die 363. Pfarrei in der Erzdiözese verwaist.[55]
- 21.4.1887: Liblar, 19. April. Die Firma Schneiders u. Schmolz in Köln hat für die hiesige Pfarrkirche zwei prachtvolle gemalte Fenster geliefert.[56]
- 4.7.1888: Gestern tagte in Liblar eine stark besuchte Versammlung der durchd ie jüngsten Erftüberschwemmungen Geschädigten. Nachlängerer Beratung wählte man eine Kommission, welche dahin wirken soll, daß so viel wie möglich Vorkehrungen gegen die Gefahren der Ueberschwemmungen getroffen werden.[57]
- 25.10.1888: Der Geistliche Herr Franz Joseph Kepeler aus Liblar ist als Vikar an Stelle des versetzten Herrn Leidgens an die katholische Kirche zu Mintard berufen worden.[58]
- 18.1.1889: Köln, 16. Jan. Die neueste Nummer des „Kirchlichen Anzeigers“ enthält folgende Ernennungen: … Nobis, Laurenz Hub. Pfarrverwalter zu Bliesheim, zum Pfarrer daselbst, Dek. Lechenich. Getz, Joh. Andr., Pfarrverw. zu Borr, zum Pfarrer daselbst, Dek. Lechenich. Franken Pet., Pfarrverw. zu Dirmerzheim zum Pfarrer daselbst, Dekanat Lechenich. Hohensee, Chr. Johann Maxim., Pfarrverw. zu Erp, zum Pfarrer daselbst, Dek. Lechenich. Potthoff, Paul Joh. Jos, Pfarrverw. zu Friesheim zum Pfarrer daselbst, Dekanat Lechenich. Kappes, Heinr. Pfarrverw. zu Liblar zum Pfarrer daselbst, Dekanat Lechenich. ...[59]
- 9.7.1889: Heute hatte die feierliche Vermählung zwischen der Reichsgräfin Maria Theresia, der zweitältesten Tochter des verstorbenen Reichsgrafen Max Werner von Wolff=Metternich zu Schloß Gracht in Liblar und den Grafen und Ritter des Königl. Bayerischen St. Georg Ordens Franz Alfred von Oberndorff, wohnhaft zu Neckarhausen, statt. Ein imposanter Brautzug bewegte sich zur festlich geschmückten Pfarrkirche, wo durch den Ortspfarrer Herrn Kappes die Copulation vollzogen wurde. ...[60]
1890 - 1899[Bearbeiten]
- 27.6.1890: Die Schulamtskandidatin Katharina Stelzmann ist zur Lehrerin an der katholischen Volksschule zu Liblar, im Kreise Euskirchen, ernannt worden.[61]
- 21.11.1890: Liblar, 20. Nov. Gestern Mittag brach in einem Stalle der Frau Wittwe Felten hierselbst Feuer aus, welches so rasch um sich griff, daß bald der ganze Hof in Flammen stand. Nur mit knapper Noth konnten sich die in der Scheune mit Dreschen beschäftigten Leute retten. Mehrere Gebäude, sowie sämmtliche nicht unbedeutende Vorräthe an Getreide, Futter usw. sind völlig vernichtet. Bald waren die Feuerwehren von Liblar, Lechenich, Dirmerzheim, Blessem und Bliesheim zur Stelle, welche mit aller Thatkraft eingriffen. Man konnte sich jedoch nur darauf beschränken, die umliegenden Gebäuden vor dem verheerenden Element zu schützen was nur durch die äußerste Anstrengung gelang. Menschenleben und Verlust an Vieh sind nicht zu beklagen. Der Schaden ist ein sehr beträchtlicher, jedoch waren Gebäulichkeiten und Fruchtvorräthe versichert. Heute Vormittag konnte man mit den Aufräumungsarbeiten noch nicht beginnen, weil das Feuer noch nicht vollständig gelöscht war. Die Entstehungsursache ist noch nicht ermittelt.[62]
- 25.3.1892: Die Maul- und Klauenseuche ist ausgebrochen zu … Blessem, Liblar, Schloß Gracht, Erp, Dorweiler, Gymnich, Dirmerzheim... [63]
- 24.6.1892: … und der Schulamts-Candidat Wilhelm Strobe zum Lehrer an der katholischen Volksschule zu Liblar ernannt worden.[64]
- 11.4.1893: Der Bau der Schmalspurbahn Liblar - Zülpich - Arlow (Preussen) ist gesichert und wird demnächst in Angriff genommen.[65]
- 23.3.1895: Euskirchener Kreisbahnen - Strecken Liblar - Mülheim - Euskirchen und Mülheim - Zülpich: Auf diesen Strecken (Spurweite 1 m) wurde am 1. März d. J. der Betrieb für den Personen-, Leichen-, Gepäck-, Güter- und Viehverkehr eröffnet. Die Beförderung von Expreßgut und Fahrzeugen ist ausgeschlossen.
- Die Stationen und deren Entfernungen sind:
Liblar (Staatsbahnhof) __km Liblar-Frauenthal 2,5 Lechenich-Stadt 5,7 Lechenich-Bahnhof 6,0 Erp 10,1 Friesheim 13,4 Niederberg-Borr 15,5 Mülheim-Wichterich 19,4 Ober-Wichterich 21,8 Frauenberg 22,8 Euskirchen-West 26,3
- Die Leitung des Betriebes erfolgt seitens der in Köln befindlichen Betriebsabtheilung der Gesellschaft Lenz & Comp. zu Stettin, mit welcher alle einschlägigen Correspondenzen zu führen sind.[66]
- 5.7.1896: Der Lehrer Wilhelm Strohe aus Liblar und ..., sind zu Lehrern an der städtischen Volksschule in Köln ernannt worden.[67]
- 21.8.1896: Lehrer-Ernennungen. … Schulamtskandidat Christian Schmitz aus Godesberg zum Lehrer in Liblar; …[68]
- 12.8.1897: Zu Liblar „revidierte“ der Schuster Peter Alef die Ladenkasse eines Bäckers; das Ergebnis waren nur 30 Pfennige. Hierbei wurde er abgefaßt. Mit Rücksicht auf die Vorstrafen erkannte die Strafkammer in Bonn gegen Alef 1 ½ Jahr Gefängnis, so daß auf den einzelnen Pfennig 18 Tage Gefängnis kommen.[69]
- 11.9.1898: Ein ungewöhnlich verwegener Überfall wurde in unmittelbarer Nähe der bei Liblar (Rheinpreußen) gelegenen Donatus-Brikettwerke gegen einen jugendlichen Beamten verübt. Der Beamte wurde von zwei Männern geknebelt, einer beträchtlichen Summe beraubt und dann in völlig hilflosen Zustande in den Klärteich der Donatuswerke geworfen, nachdem man ihm mittels eines Taschentuches den Mund gestopft und Arme und Beine zusammengebunden hatte. Nach drei Stunden wurde der Unglückliche im Schlamme steckend gefunden und sterbend ins Hospital gebracht.[70]
ab 1900[Bearbeiten]
- 27.7.1902: Köln, 23. Juli. Bei der Station Liblar verbrannten 150 Wagen Kohlen.[71]
- 3.8.1901: Der deutsche Kronprinz hat sich in Begleitung des Flügeladjutanten Obersten v. Pritzelwitz, einer Einladung des Grafen Metternich folgend, nach Schloss Gracht bei Liblar begeben. Der Thronfolger wurde von Graf Metternich am Bahnhof Brühl empfangen und im offenen Wagen nach dem Schlosse geleitet, wo ein Aufenthalt von etwa fünf Stunden genommen wurde.[72]
- 18.6.1904: Ein in Liblar bei Köln beschäftigter junger Mann aus Köln wurde letzten Montag Abend auf dem Heimwege kurz vor Weilerswist, wo bekanntlich jüngst die Gastwirtswitwe Gottlob ermordet wurde, durch eine Unbekannten aus der Waldung heraus mittels zweier Revolverschüsse niedergestreckt. Der Raubmörder sprang hinzu, plünderte den tödlich Verletzten vollständig aus und überließ ihn dann seinem Schicksal. Der Verletzte wurde später aufgefunden und sterbend einem Kölner Krankenhaus übergeben.[73]
- 18.8.1906: Gräfin Ferdinand Wolff-Metternich zur Gracht geb. Prinzessin Flaminia zu Salm-Salm und ihre Tochter Gräfin Eleonore verließen Schloß Gracht bei Liblar in der Rheinprovinz und suchten Bad Reichenhall (Kurhaus Achselmannstein) auf.[74]
- 22.11.1906: In Österreich ausgelegte Patente: Vorrichtung zum gleichzeitigen Stempeln und Zerteilen von Materialstreifen. Matthias Seifert (Liblar) und Johann Schmitz (Lechenich).[75]
- 8.1.1909: Das blutige Rekontre (Auseinandersetzung) zwischen ausländischen Grubenarbeitern hat insgesamt 5 Opfer gefordert. Man hatte einen der Kämpfenden, der bei dem Streite erschlagen worden war, aufs Feld geschleppt, wo er gestern gefunden wurde. Verschiedene Verdächtige haben die Flucht ergriffen.[76]
- 20.8.1913: Eine Überraschung am Sarge. Im Kölner Vorort Nippes sollte ein Metzger beerdigt werden. Als die Leidtragenden sich vor dem Trauerhause versammelt hatten und der Sarg auf den Leichenwagen getragen werden sollte, äußerte die Frau des Verstorbene des Wunsch, ihren Mann noch einmal sehen zu dürfen. Man öffnete den Sarg und zum allgemeinen Erstaunen fand man in dem Sarg die Leiche einer alten Frau aus Liblar. Auf eine telephonische Anfrage im Krankenhause erfuhr man, daß es sich um eine Verwechslung handelte. Die Frau war zur selben Zeit im Krankenhause gestorben wie der Metzger, der inzwischen nach Liblar gebracht und dort bereits beerdigt worden war.[77]
- 24.12.1916: Werbeanzeige: Deutscher Fango aus der vulkanischen Eifel, stark radioaktiv. ... Proben und Literatur gratis. Gräflich Wolff-Metternichsche Fango-Verwaltung Schloß Gracht bei Liblar (Rheinland).[78]
- 5.4.1919: Nach Aussage von Augenzeugen bestiegen einen von Euskirchen nach Liblar fahrenden Personenzug etwa 200 junge Burschen im Alter von 18 bis 24 Jahren, die sich auf einzelne Waggons verteilten und während er Fahrt in die Abteile eindrangen, um die Reisenden unter Bedrohung von Dolchen und anderen Mordwaffen zur Herausgabe von Lebensmitteln und Wertsachen zu zwingen. … Die Räuberbande entkam.[79]
- 2.6.1922: Arbeiten, deren sofortige Einstellung verlangt wird: Die zweigleisige Strecke Osterrath - Holzheim - Liblar - Dernau darf nur ein Gleis bekommen. [80]
- 16.3.1924: Das Streikkommittee in Liblar hat an die interalliierte Kommission in Koblenz das Ersuchen gerichtet, daß die vier Bergwerke „Donatus“, „Hubertus“, „Nord-Concordia“ und „Süd-Concordia“ durch die „Micum“ unter Einführung einer neuen Betriebsordnung ausgebeutet werden, die es ermöglicht, ohne Erhöhung der Arbeitszeit ein größeres Erträgnis zu erzielen als in den deutschen Bergwerken, wo die Arbeitszeit verlängert ist.[81]
- 19. 8. 1932: Die Autokarosseriefabrik Richard Ziehm GmbH brannte nach einem Feuerausbruch bis auf die Grundmauern nieder. Auch eine benachbarte Schule wurde beschädigt.[82]
- 5.9.1911: Euskirchen (Rheinprovinz), 4. September. Die Braunkohlengrube in Liblar steht in Flammen. Der angrenzende Liblarer Wald ist in Gefahr, vom Feuer ergriffen zu werden.[83]
Einzelnachweise[Bearbeiten]
- ↑ Post-täglicher Mercurius, 3.8.1707, S.3
- ↑ Kölnische Zeitung, 19.11.1803, S.2
- ↑ Welt- und Staatsbote. 13.10.1821, S.4
- ↑ Allgemeine preußische Staats-Zeitung, 14.10.1829, S.1
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