Emmauskirche

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Emmauskirche
Aufnahme von 2024
Aufnahme von 2024
Adresse
Stadtteil
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Zerstört
Art
Denkmal
Nein
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Die Emmauskirche ist eine ehemalige evangelische Kirche in Gymnich. Sie liegt im nordöstlichen Teil des Orts unmittelbar neben dem Sportplatz und wurde in den Jahren 1980 bis 1982 errichtet. Der freistehende Glockenturm wurde nachträglich im Jahr 1990 erbaut.[1] Die Kirche wurde am 3. November 2024 entwidmet[2].

Beschreibung[Bearbeiten]

Nach dem Zweiten Weltkrieg stieg die Bevölkerungszahl von Gymnich durch viele Heimatvertriebene stark an, bis zum Jahre 1968 auf ca. 3.200 Einwohner. Dadurch änderte sich auch die konfessionelle Zusammensetzung der Ortsbewohner, da ein Großteil der Zugezogenen evangelische Christen waren. Ab September 1947 fanden monatliche Gottesdienste statt, zunächst im Bruderschaftszelt und ab Pfingesten 1948 alle zwei Wochen in St. Kunibert. Nach Fertigstellung der Erweiterung des Volksschulgebäudes (heute Grundschule Gymnich) im Jahr 1963 wurde der Gottesdienst dort gefeiert.[2]

Da die Anzahl der evangelischen Christen bis Ende der 1960er-Jahre weiter angestiegen war, wurden die Planungen für ein eigenes Gemeindezentrum in Gymnich, das zur Kirchengemeinde Lechenich gehörte, vorangetrieben. Den Zuschlag bekam ein Entwurf der Architekten Busmann & Haberer, die Statik erstellte Herr Hans Ladewig, Bauleiter wurde Herr Franz O. Minarzyk. Der Kirchenverband Köln bewilligte den Bau mit einer Baukostensumme von 1.004.364 DM.[2]

Im Oktober 1980 erfolgte schließlich der erste Spatenstich und am 24. April 1981 wurde der Grundstein gelegt, der einen Bibelvers enthält: „Sie sollen alle eins sein, wie du, Vater in mir bist und ich in dir.“ (Joh. 17, 21).[2]

Nach zweijähriger Bauzeit wurde das Zentrum am 25. April 1982 mit einem Gottesdienst der Gemeinde übergeben. Die Einweihung erfolgte von Oberkirchenrat Prof. Dr. Mehlhausen gemeinsam mit dem Superintendenten des Kirchenkreises Köln Süd, Pfarrer Rolf Baack sowie dem Pfarrer des ersten Pfarrbezirks Lechenich, Erich Becker.[2]

Der freistehende Glockenturm wurde nachträglich im Jahr 1990 nach Plänen des Architekten Bußmann errichtet.[1][3]

Die Künstlerin Ute Gagel entwarf viele Kunst- und Gebrauchsgegenstände für die Emmauskirche: die Turmbilder, den Namensschriftzug an der Außenmauer, die Türgriffe, das Kreuz über dem Altar, die Kerzenleuchter und die Blumenvase für den Altar sowie den Osterkerzenleuchter.[2]

Im September 2021 wurde durch das Presbyterium die Entwidmung der Kirche (und des Gemeindezentrums in Friesheim) beschlossen. Im Rahmen eines letzten Gottesdienstes am 3. November 2024 wurde die Entwidmung schließlich vorgenommen.[2]

Bilder[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]


Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. 1,0 1,1 Evangelische Kirche Emmaus. In: erftstadt-gymnich.de. Abgerufen am 6. November 2022.
  2. 2,0 2,1 2,2 2,3 2,4 2,5 2,6 Evangelische Kirchengemeinde Lechenich: Gemeindebrief - 21. Jahrgang, Oktober bis November 2024. Lechenich, 2024.
  3. Matthias Weber, Erftstadt-Gymnich, Heimatbuch