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Burg Blessem

Aus ErftstadtWiki
Burg Blessem
Vorburg und Herrenhaus (2011)
Vorburg und Herrenhaus (2011)
Vorburg und Herrenhaus (2011)
Adresse
Stadtteil
Erbaut
Zerstört
Art
Denkmal
Ja (Nr. 054)
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Nach mehreren Erbgängen gelangte der Hof 1434 durch die Heirat von Iburg, der Tochter Wilhelms von Vlatten, mit Friedrich Scheiffart von Merode an die Familie Scheiffart von Merode, die in Bornheim bei Bonn ansässig war und den Besitz über Generationen behielt. Nach dem Tod von Wilhelm Scheiffart von Merode wurde der Hof an Junker Johann Wolff verkauft. Der nächste Besitzer war Simon Bagen, der 1611 Haus und Hof an Adam von Hambroich und seine Frau Catharina Spieß von Büllesheim verkaufte. Trotz intensiver Bemühungen gelang es weder Adam von Hambroich, seiner Witwe noch den nachfolgenden Besitzern Adolf von Katterbach und Peter von Meinerzhagen, das Gut als abgabenfreien Rittersitz anerkennen zu lassen und damit von Kriegslasten befreit zu werden.

1696 verkaufte Katharina von Meinerzhagen, die Erbin des Gutes, gemeinsam mit ihrem Ehemann Franz von Quentel, dem Besitzer der Weißen Burg in Friesheim, das Anwesen an den Prior und Konvent des Dominikanerklosters „Zum Heiligen Kreuz“ in Köln.


1967 wurden einige Wirtschaftsgebäude bei einem Brand zerstört, das im Garten stehende Kutscherhaus blieb jedoch unversehrt. Der Torhaustrakt und die angrenzenden Stallungen wurden in den 1990er Jahren zu einer Wohnanlage umgebaut[1]. Die zur gleichen Zeit trockengelegten Wassergräben werden von einer Brücke überspannt, das Torhaus, mit einer korbbogigen, auf zwei Halbsäulen ruhenden Einfahrt, ist in das zweigeschossige, teilweise verputzte Backsteingebäude der Vorburg integriert. Im Innenhof stößt im rechten Winkel ein kleiner Backsteinflügel der ehemaligen Stallgebäude auf den Torhaustrakt. Auf dem Burggelände werden zwei Reitställe mit neu erbauten Stallungen und Reitanlagen betrieben.

Während des Hochwassers im Juli 2021 wurden Teile der Anlage unterspült und rutschten ab. Ein Anbau musste abgebrochen werden, der Rest der Burg konnte erhalten bleiben.

Die Burg wurde am 17. Januar 1983 unter der Nr. 054 in die Denkmalliste der Stadt Erftstadt eingetragen. Das Gelände ist zudem seit dem 5. Dezember 1985 ein eingetragenes Bodendenkmal.

Bilder[Bearbeiten]

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  1. Bürgergesellschaft Lechenich (Hg.): Lechenich - Von der Römerzeit bis heute. Erftstadt 2004, S. 80.
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