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Übergangsheim Radmacherstraße

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Das Übergangsheim Radmacherstraße ist eine Unterkunft für Flüchtlinge und Asylbewerber in Blessem in der Radmacherstraße. Die Betreuung und Beratung der Bewohner sowie die Heimleitung der Gemeinschaftsunterkunft erfolgt durch die Arbeiterwohlfahrt. Auf dem Gelände soll bis 2027 eine Begegnungsstätte entstehen.[1]

Geschichte[Bearbeiten]

Das Übergangsheim wurde 1993 als Reaktion auf die steigenden Flüchtlingszahlen in Folge der Jugoslawienkriege erbaut. Im Zuge der Flüchtlingskrise 2015 wurde die Kapazität des Übergangsheims noch einmal erweitert.

Am 27. Dezember 2014 kam es zu einem Brand, bei dem ein Wohncontainer zerstört wurde.[2]

Durch die Flutkatastrophe im Sommer 2021 wurde die Unterkunft so stark beschädigt, dass sie abgerissen werden musste. 2023 wurde die Unterkunft mit 76 Wohneinheiten in Modulbauweise, die Platz für bis zu 292 Geflüchtete bieten, neu gebaut. Angestrebt wird eine Belegung mit durchschnittlich 240 Bewohnern. Die geschätzten Baukosten beliefen sich auf ca. 15 Mio. Euro, wobei der wesentliche Teil der Baukosten aus einem Wiederaufbaufonds finanziert wurde. Für die Kommune verblieben Kosten von ca. 3,9 Mio. Euro. Aus Gründen des Hochwasserschutzes wurde das komplette Gelände dabei im Rahmen der Bauarbeiten um 50 bis 80 Zentimeter angehoben.[3][4] Am 27. November 2024 wurde das Übergangsheim offiziell wiedereröffnet.[5]

Begegnungsstätte[Bearbeiten]

Zusätzlich zu den Wohn- und Verwaltungsgebäuden ist auf dem Gelände eine Begegnungsstätte geplant. Nach der ursprünglichen Planung sollte die Hälfte der geschätzten Baukosten von ca. 500.000 Euro über eine Spende des Kölner Karnevalsvereins Rote Funken finanziert werden. Da die Roten Funken nicht selbst als Bauherr auftreten können, war die Gründung eines gemeinnützigen Vereins vorgesehen, dessen Gründungsmitglieder die Stadt Erftstadt, die Roten Funken und der ökumenische Arbeitskreis Flüchtlingshilfe sein sollten.[6]

Träger des Vorhabens ist der Verein „Begegnungsstätte Rote Funken/Radmacherstraße“. Nach einer weiteren Spendenzusage des Entsorgungsunternehmens Remondis, das von einem Vorstandsmitglied des Vereins angesprochen worden war, war nach Angaben von Vorstandsmitglied Damian van Melis die erforderliche Bausumme erreicht. Laut Verein ist das Projekt das Ergebnis einer mehrjährigen Zusammenarbeit und Spendensammlung von Roten Funken, Ehrenamtlichen aus der Flüchtlingsarbeit und den Kirchengemeinden in Erftstadt sowie der Stadtverwaltung. Der Bauantrag sollte am 26. September 2026 eingereicht werden. Nach Prüfung und Freigabe durch die Stadt sollen die Bauvorbereitungen beginnen; Fertigstellung, Einweihung und Inbetriebnahme sind für 2027 vorgesehen.[1]

Das Haus ist für Koch-, Nachhilfe- und Sprachkurse, Karnevals- und Musikveranstaltungen sowie Gruppen- und Beratungsgespräche vorgesehen. Da Einrichtungen im Rhein-Erft-Kreis die ursprüngliche Idee einer reinen Begegnungsstätte aufgegriffen und weiterentwickelt haben, soll es darüber hinaus als Ort der Katastrophenhilfe und Krisenprävention dienen.[1]

Belegung[Bearbeiten]

Lage[Bearbeiten]

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Siehe auch[Bearbeiten]

Lokalberichterstattung[Bearbeiten]

Literatur

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. ↑ 1,0 1,1 1,2 Verein stellt Bauantrag für Begegnungsstätte in Erftstadt-Liblar. In: ksta.de. 25. September 2026.
  2. ↑ Chronik. In: Jahrbuch der Stadt Erftstadt 2016. S. 156.
  3. ↑ Module verbaut für die neue Flüchtlingsunterkunft. In: rheinische-anzeigenblaetter.de. 13. März 2023.
  4. ↑ Neue Wohnanlage für Geflüchtete in Erftstadt-Blessem beschlossen. In: rundschau-online.de. 23. Juni 2022.
  5. ↑ Erftstadt-Blessem: Neue Unterkunft für Geflüchtete öffnet. In: radioerft.de. 27. November 2024.
  6. ↑ Rote Funken aus Köln unterstützen Begegnungsstätte für Geflüchtete in Erftstadt. In: ksta.de. Abgerufen am 4. Januar 2025.
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