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Paul Kerp

Aus ErftstadtWiki
Paul Kerp
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Geburtstag
Geburtsort
Lechenich
Todestag
Todesort
Lechenich
Mitgliedschaften

Paul Hubert Kerp war ein Geschäftsmann und Organist in Erftstadt-Lechenich.

Leben[Bearbeiten]

Paul Kerp wurde am 26. Februar 1868 in Lechenich als eines von zehn Kindern geboren. Seine Eltern Everhard Kerp und Helena, geborene Stupp, betrieben das Gasthaus Kerp, den heutigen Lechenicher Hof am Markt. Aus seiner Ehe mit der Aachenerin Anna Maria Theresia Philomena Weber (* 15. Dezember 1877, † 2. September 1931) gingen acht Kinder hervor. Nach dem Tod seiner ersten Ehefrau heiratete er ein Jahr später am 6. September 1932 im Alter von 64 Jahren Christina Hochkeppel.

Der vielseitige Geschäftsmann belieferte als Wachslichtefabrikant Kirchen in der Region mit seinen handgefertigten Kerzen. Ferner führte er in der Bonner Straße ein Schreibwarengeschäft und fungierte als Rendant der von ihm mitgegründeten Spar- und Darlehnskasse Lechenich, deren Ehrenvorsitzender er war. 1913 war er Initiator und Mitbegründer der Zuckerrübenkrautfabrik Patria.

Das tägliche Orgelspiel in der Pfarrkirche St. Kilian war Paul Kerps große Leidenschaft, der er sich noch im hohen Alter widmete. Auch war er geschichtlich sehr interessiert und hatte umfangreiche Unterlagen für eine Stadtchronik Lechenichs zusammengetragen, die jedoch ein Opfer des Zweiten Weltkriegs wurden.

Als Paul Kerp am 11. November 1964 nach einem Sturz hochbetagt und hochgeehrt im Alter von 96 Jahren starb, hinterließ er seine Witwe, sechs Kinder, elf Enkelkinder und zwölf Urenkel.

Ehrungen[Bearbeiten]

  • Verdienstplakette der Stadt Lechenich, die nach zwölfjähriger Zugehörigkeit an verdiente Ratsmitglieder oder Amtsvertreter oder für besondere Verdienste und Leistungen in sozialer, kultureller oder sportlicher Hinsicht vergeben wurde
  • Zum 90. Geburtstag wurde Paul Kerp das päpstliche Verdienstkreuz Pro Ecclesia et Pontifice verliehen.
  • Am 8. Februar 1963 ehrte der Rat der Stadt Lechenich ihren angesehenen Sohn Paul Kerp mit der Verleihung des Ehrenbürgerrechts.
  • 1964 wurde er als ältestes Mitglied im Zentralverband Deutscher Schützen für 75 Jahre Mitgliedschaft geehrt.

Literatur[Bearbeiten]

  • Anonymus: Festbuch für die goldene Hochzeit unserer lieben Eltern Everhard Kerp und Helena geb. Stupp zu Lechenich am 12. November 1909.
  • Nachruf auf Paul Kerp im Kölner Stadtanzeiger Nr. 266 (1964).
  • Helmut Weingarten: Prüppes aus Lechenich war geschätzt. In: Jahrbuch 1995 der Stadt Erftstadt, S. 106-110.
  • Frank Bartsch: Kontinuität und Wandel auf dem Lande. Die rheinpreußische Bürgermeisterei Lechenich im 19. und beginnenden 20. Jahrhundert (1815-1914), Weilerswist 2015, S. 155-158.
  • Volker Düster: An „et Prüppes“ erinnert nurmehr der Straßenname. Ein Metalleimer mit „zähflüssiger“ Lechenicher Vergangenheit. In: Erftstadt-Anzeiger vom 21. März 2025.
  • Norbert Pies: Paul Kerp – hochbetagt und hochgeehrt. In: Mitteilungen aus Verein & Archiv, Jg. 1 (2026), Heft 2, S. 4-5.
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