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Lokomotive Rheinbraun 1075

Aus ErftstadtWiki
Lokomotive Rheinbraun 1075/Roddergrube 21

Die Lokomotive Rheinbraun 1075 (früher Roddergrube 21) in Liblar ist ein technikgeschichtliches Industriedenkmal, das an die Braunkohleförderung in der Region erinnert. Die etwa 30 Tonnen schwere Lokomotive wurde 1989 an der Theodor-Heuss-Straße vor der Donatusgrundschule aufgestellt.

Geschichte[Bearbeiten]

Die Lokomotive gehört zu der Reihe elektrischer Tagebaulokomotiven Roddergrube 19–25, von denen bei Henschel und SSW in der Zeit von 1939 bis 1940 sieben Exemplaren gefertigt wurden. Sie wurden als stärkere und schwerere Variante der vorher eingesetzten Serie Roddergrube 1–18 für die Braunkohlenbahn der Roddergrube eingesetzt. Dabei kamen die Lokomotiven Roddergrube 19–22 als Doppellokomotiven zu Einsatz, die anderen drei Maschinen wurden als Einzellokomotiven verwendet. Die Lokomotiven waren für die Verwendung unter der Beladung bei den Tagebaugroßgeräten mit Haupt- und Hilfs-Stromabnehmern ausgerüstet.

Nachdem die Roddergrube im Jahr 1961 von Rheinbraun übernommen worden war, wurden die Lokomotiven in das RBW-Nummernschema eingereiht und erhielten die Betriebsnummern 1055 bis 1079. Sämtliche Lokomotiven waren bis 1975 in Betrieb und wurden dann in Knapsack abgestellt.

Rheinbraun stiftete zwei Maschinen, darunter die Nr. 1075, dem Feldbahnmuseum Oekoven. Da die Spurweite von 900 mm jedoch nicht in das System des Museums passte, wurde sie dort ausgemustert. Ostern 1989 entdeckte Otto Straznicky die Lok in ungepflegtem Zustand auf dem Museumsgelände. Da zur gleichen Zeit der Liblarer Ortsvorsteher Helmut Junge und Ratsmitglied Reiner Ostertag ein Industriedenkmal für Liblar suchten, schenkte das Feldbahnmuseum die Lokomotive der Stadt Erftstadt.

Nach der Überführung der Lokomotive durch ein Spezialunternehmen nach Köttingen auf das Gelände der May-Werke wurde sie innerhalb von drei Monaten fachgerecht aufgearbeitet und neu lackiert. Anschließend wurde die Lokomotive im Rahmen einer kleinen Feier vor der Donatusgrundschule aufgestellt.[1]

Technische Daten[Bearbeiten]

Merkmal Angabe
Typ Industrielokomotive
Hersteller Henschel, SSW
Baujahr 1940
Ausmusterung 1976
Dienstmasse ca. 30 Tonnen
Achsformel Bo’
Spurweite 900 mm
Länge über Puffer 7.240 mm
Höhe 2.110 mm
Höchstgeschwindigkeit 25 km/h

Standort[Bearbeiten]

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Literatur

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Otto Straznicky: Ein Schwergewicht auf Schmalspurgleisen. In: Jahrbuch der Stadt Erftstadt 1995, S. 117-118.
Dieser Text basiert auf dem Artikel Roddergrube 19–25 aus der freien Enzyklopädie Wikipedia und steht unter der Lizenz Creative Commons CC-BY-SA 3.0 Unported (Kurzfassung). In der Wikipedia ist eine Liste der Autoren verfügbar.
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