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Burg Konradsheim

Aus ErftstadtWiki
Burg Konradsheim
Westseite (2010)
Westseite (2010)
Westseite (2010)
Adresse
Stadtteil
Erbaut
Zerstört
Art
Denkmal
Ja (Nr. 026, 027)
Karte
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Burg Konradsheim ist eine Wasserburg in Erftstadt. Sie liegt am nördlichen Ausgang von Konradsheim an der Frenzenstraße (L 162) und ist eine der wenigen noch erhaltenen spätmittelalterlichen Burganlagen.

Beschreibung[Bearbeiten]

Vorburg[Bearbeiten]

Vorburg (2011)

Das Backsteinwohnhaus der heutigen Vorburg wurde im Jahr 1886 erbaut. Das Jahr des Neubaus ist in der Wetterfahne neben den Initialen des damaligen Besitzers von Loe angegeben. Straßenseitig wird die Fassade durch einen breiten Mittelrisalit betont. Zum Innenhof führt ein breiter Weg, der neben einer älteren Backsteinbrücke angelegt wurde. Vom alten Hofeingang ist der unmittelbar neben dem Wohnhaus gelegene Torbogen erhalten. Der Hauseingang im Innenhof ist über eine Freitreppe mit schmiedeeisernem Gitter zu erreichen. Die an das Wohnhaus anschließenden zweiflügeligen Gebäude entstanden überwiegend im 20. Jahrhundert.

Burganlage[Bearbeiten]

Das von Wassergräben umgebene Burghaus mit zwei hohen Stockwerken wurde auf einem hohen Untergeschoss errichtet. Das Wohnhaus hat ein Satteldach mit Treppengiebel. Von den ursprünglich vier Ecktürmen flankieren zwei Treppentürme mit sechsseitigen Hauben das Wohnhaus. Von den beiden Ecktürmen der ehemaligen Befestigung blieb der Nordwesteckturm bis zur Brüstungshöhe abgetragen, der Turm an der Nordostecke wurde wieder um zwei Geschosse aufgestockt. Ein Erker aus rotem Sandstein an der Westseite des Wohnhauses weist im Giebel eine Muscheldarstellung im Renaissancestil auf. Dem Wohnhaus angeschlossen ist ein Torhaus, zu dem eine ansteigende Bogenbrücke führt.

Anfang der 1970er Jahren wurde der Südwestturm nach historischen Aufzeichnungen wieder aufgebaut.

Burganlage und Vorburg wurden am 12. August 1982 unter der Nr. 026 (Vorburg) bzw. 027 (Burganlage) in die Denkmalliste der Stadt Erftstadt eingetragen. Seit dem 26. Mai 1988 sind Burg und Vorburg zudem eingetragene Bodendenkmäler. Auf dem Burggelände befindet sich außerdem das eingetragene Naturdenkmal Eiche bei Burg Konradsheim.

Heutige Nutzung[Bearbeiten]

Nachdem der vorherige bisherige Pächter, ein Antiquitätenhändler, die Burg nach über 30 Jahren im Jahr 2007 verlassen hatte, wurde die Burg 2008 umfangreich und aufwendig modernisiert. Seit dem Frühjahr 2009 wird die Anlage für Veranstaltungen angeboten. In den renovierten Sälen, dem im Parterre liegenden Festsaal und dem darüberliegenden Rittersaal, aber auch im Gewölbekeller können gesellschaftliche Veranstaltungen, oder Tagungen und Seminare stattfinden. Trauungen sind auf Burg Konradsheim im Rittersaal und im eigens dafür eingerichteten Trauzimmer möglich. Auch die Außenanlagen der Burg und der Innenhof des Gutshofes können für Veranstaltungen genutzt werden.

Im Juni 2020 fand eine weitere, umfangreiche Sanierung der Burg statt.[1]

Im Außengelände schließt sich dem Areal ein Golfplatz an. Seit 2011 findet regelmäßig am letzten Wochenende im Oktober die Designmesse Sahnestücke auf Burg Konradsheim statt.

Geschichte[Bearbeiten]

Die Burg wurde im Jahr 1350 von Ritter Arnold von Buschfeld erbaut. Für 400 Gulden räumte er den Kölner Erzbischöfen, damals Erzbischof Walram von Jülich, das Nutzungsrecht ein. Dessen Nachfolger, Erzbischof Wilhelm von Gennep, bestand jedoch darauf, die Höhe der Burg zu reduzieren. Er befürchtete nämlich, dass ein Feind, der die Burg einnehmen könnte, zu mächtig sein könnte. Daraufhin wurde Gerhard Bessel von dem Weyere Burgherr. Ein nachfolgender Besitzer war Werner von Merode-Buir. Er übergab die Burg 1458 an die Eheleute Wilhelm und Agnes von Linzenich. Diese gaben die Burg 1494 weiter an das Ehepaar Johann Hanns und Ännchen von Bell, später wurde Wilhelm von Haes mit Gattin Anna von Bernsau Eigentümer. Erst 1548 durfte der alte Zustand durch Aufstockung wieder hergestellt werden. Der Besitz wurde mehrfach weitergegeben: 1616 Johann Dietrich von Hompesch mit Gattin Anna (eine Tochter des Degenhard von Haes), wenig später das Ehepaar Wissels von Loe und Sophie von Haes. Um 1930 ging es an Joseph Pilgram, 1938 an die Provinzialverwaltung (heute Landschaftsverband Rheinland),[2] 1976 an die Familie Neisse.[3]


Bilder[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

Medien zu dieser Seite im Wiki

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Chronik. In: Jahrbuch der Stadt Erftstadt 2021. S. 212.
  2. Mittelrheinische Landes-Zeitung. 1934-1941; 27.7.1939, S.10 Geschichte der Burg
  3. Homepage der Stadt Erftstadt
Dieser Text basiert auf dem Artikel Liste der Baudenkmäler in Konradsheim (Erftstadt) aus der freien Enzyklopädie Wikipedia und steht unter der Lizenz Creative Commons CC-BY-SA 3.0 Unported (Kurzfassung). In der Wikipedia ist eine Liste der Autoren verfügbar.
Dieser Text basiert auf dem Artikel Burg Konradsheim aus der freien Enzyklopädie Wikipedia und steht unter der Lizenz Creative Commons CC-BY-SA 3.0 Unported (Kurzfassung). In der Wikipedia ist eine Liste der Autoren verfügbar.
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