Annakapelle (Köttingen)
Die Annakapelle (auch St.-Anna-Kapelle) an der Kreuzung Peter-May-Straße / Triftweg ist eine denkmalgeschützte Kapelle in Köttingen.
Geschichte[Bearbeiten]
Die Annakapelle ist die Nachfolgerin einer kleinen Fachwerkkapelle, die zu einem Lehnshof des Bonner Stiftes Dietkirchen gehörte. Der Hof war im Besitz des Kölner Klosters St. Pantaleon und wurde im Zuge der Säkularisation verkauft. Zwischen 1840 und 1841 wurde an Stelle der früheren Kapelle die Annakapelle als vierjochige Backsteinkapelle mit einem dreiseitigen Chorabschluss gebaut.
Als die Kapelle nach dem Wiederaufbau der Kirche St. Joseph nicht mehr für den Gottesdienst benötigt wurde, diente sie vorübergehend als Jugendheim, danach als Lagerstätte für gebrauchte Textilien und Altpapier.[1] 1978 kam es durch Unachtsamkeit einen Brand, bei dem Dachstuhl samt Dachreiter und die gesamte Inneneinrichtung zerstört wurden. Spenden und Eigeninitiativen der Pfarrgemeinde ermöglichten den Wiederaufbau. Der Dachreiter erhielt seine alte Glocke zurück, die als Friedhofsglocke nach Liblar abgegeben worden war. Die verbrannte Inneneinrichtung wurde durch eine neue ersetzt. Im Oktober 1982 wurde die Kapelle wieder für den Gottesdienst geweiht.[2]
Beschreibung[Bearbeiten]
Die kleine vierjochige Backsteinkapelle mit einem dreiseitigen Chorabschluss steht auf einem verputzten Sockel. Die Seiten der Kapelle sind durch Lisenen gegliedert, zwischen denen sich in drei der Joche rundbogige Fenster befinden. Über dem an der Westseite gelegenen Eingang steht in einer rundbogigen Nische eine Madonnenfigur. Auf dem mit Schiefer gedeckten Satteldach sitzt ein Dachreiter mit geschweifter Haube.
Die Kapelle wurde am 7. Juni 1996 unter der Nr. 262 in die Denkmalliste der Stadt Erftstadt eingetragen.
Bilder[Bearbeiten]
Relief von Jakob Riffeler
Weblinks[Bearbeiten]
Commons: St.-Anna-Kapelle (Köttingen) – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien