Schreib-Shop Marschalleck
Der Schreib-Shop Marschalleck war ein Schreibwarengeschäft in Lechenich.
Geschichte[Bearbeiten]
Gründung und Anfangsjahre[Bearbeiten]
Das Geschäft wurde am 1. November 1976 von Lothar Marschalleck und seine Frau Anna-Maria Marschalleck eröffnet. Der Anstoß zur Gründung erfolgte durch den Schwiegervater von Lothar Marschalleck, der Eigentümer des Verkaufsraums war und das Fehlen eines Schreibwarengeschäfts am Standort bemerkte.
Die ursprüngliche Verkaufsfläche betrug 50 Quadratmeter. In den ersten Jahren wurde das Ehepaar von zwei Halbtagskräften unterstützt. Aufgrund des geschäftlichen Erfolgs wurden die Räumlichkeiten mehrfach erweitert. 1979 kamen zehn Quadratmeter hinzu, im Jahr 1982 erfolgte eine weitere Vergrößerung um 15 Quadratmeter. Ebenfalls im Jahr 1982 eröffneten die Inhaber zusätzlich einen separaten Kopierladen im angrenzenden Gebäude in der Schloßstraße.[1]
Entwicklung und Erweiterung[Bearbeiten]
Im Jahr 1998 trat die Tochter der Gründer, Ursula Marschalleck, nach abgeschlossener Ausbildung in das Unternehmen ein.
Aufgrund von Kapazitätsengpässen durch ein wachsendes Sortiment beschlossen die Inhaber im Jahr 2014 eine umfassende Umgestaltung. Die Umbauarbeiten begannen am 6. April 2014 und dauerten drei Monate. Dabei wurden das Schreibwarengeschäft und der zuvor separate Kopierladen durch einen Wanddurchbruch zusammengelegt sowie neue Räumlichkeiten in der Schlossgasse angemietet. Bei den Umbauarbeiten wurde in einer Mauernische jüdische Liturgieschriften und persönliche Unterlagen, wie beispielsweise ein Ansichtskartenalbum entdeckt (Geniza-Fund von Lechenich). Der seltene Fund wurde dem Stadtarchiv geschenkt.
Der Verkauf wurde während der Bauphasen fortgesetzt und am 4. Juli 2014 fand die offizielle Neueröffnung statt. Die Verkaufsfläche hatte sich auf 175 Quadratmeter mehr als verdoppelt. In Spitzenzeiten beschäftigte das Unternehmen neun Mitarbeiter.
Am 4. Juli 2014 fand die Neueröffnung statt. Die Verkaufsfläche hatte sich auf 175 Quadratmeter mehr als verdoppelt. In Spitzenzeiten beschäftigte das Unternehmen neun Mitarbeiter.[1]
Schließung[Bearbeiten]
Lothar Marschalleck gab bekannt, das Geschäft zum 31. März 2026 zu schließen. Als Gründe für die Schließung wurden das Fehlen einer Unternehmensnachfolge sowie die veränderten Marktbedingungen für den Einzelhandel, insbesondere durch die Konkurrenz von Supermärkten im Schreibwarensegment sowie die zunehmende Digitalisierung in Schulen und Berufen, genannt, die die Nachfrage nach klassischen Schreibwaren wie Heften und Stiften reduzierte.[2]
Sortiment und Dienstleistungen[Bearbeiten]
Das Angebot des Schreib-Shops umfasste nach der Erweiterung im Jahr 2014 rund 30.000 Artikel. Zum Kernsortiment gehörten Büro- und Schulmaterialien, Schreibgeräte, Grußkarten, Kalender sowie Zeitungen und Zeitschriften.
Neben dem Warenverkauf bot das Geschäft verschiedene Dienstleistungen an. Dazu zählten unter anderem:
- Erstellung von Fotokopien und Scans
- Spiralbindungen und Laminierungen
- Herstellung von Stempeln und Gravuren
- Druck von Etiketten
- Verkauf von Briefmarken, Fahrkarten und Veranstaltungstickets
- Paketdienstleistungen (DPD)
Ein Online-Service ermöglichte zudem die Bestellung von Waren zur Abholung im Geschäft, innerhalb von Lechenich wurde auch eine kostenlose Lieferung angeboten.
Einzelnachweise[Bearbeiten]
- ↑ 1,0 1,1 Schreib-Shop Marschalleck: Die Erfolgsgeschichte geht weiter. In: rheinische-anzeigenblaetter.de. 25. April 2017.
- ↑ Schreib-Shop Marschalleck in Erftstadt schließt für immer. In: ksta.de. 23. Januar 2026.