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Tennisclub Rot-Weiß Bliesheim

Aus ErftstadtWiki
Tennisclub Rot-Weiß Bliesheim
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Gegründet
Aufgelöst
Sportart(en)
Mitglieder
Kontakt
Adresse
Postfach 2231
Ort
50374 Erftstadt
Telefon
(02235) 68972-93

Der Tennisclub Rot-Weiß Bliesheim e.V. 1976 (kurz Tennisclub Rot-Weiß Bliesheim) ist ein Sportverein aus Erftstadt. Sportstätte des Vereins ist der Tennisplatz an der Merowingerstraße.

Geschichte[Bearbeiten]

1976 – 1986: Gründung und erste Schritte[Bearbeiten]

Am 1. September 1976 wurde in der Gaststätte „Zur Linde“ der Tennisclub Bliesheim gegründet. 7 Gründungsmitglieder – darunter Dr. Wilfried Gerhardt, Heinrich Sonne, Helga und Helmut Bernstein, Klaus Dieter Krämer und Denise Tischlan – legten den Grundstein für den Verein. In einer Phase, in der Tennis in Deutschland zwar immer populärer wurde, war ein vollständig neuer Club dennoch eine mutige und ehrenamtlich anspruchsvolle Aufgabe. Dr. Wilfried Gerhardt übernahm das Amt des 1. Vorsitzenden, unterstützt von einem kleinen Team, das sofort die wesentlichen Weichen stellte: die Eintragung ins Vereinsregister, die Festlegung der ersten Beiträge und der Beschluss, die Anlage schrittweise aufzubauen. Um den Spielbetrieb zeitnah aufnehmen zu könne, wurde in einer zweiten Versammlung am 4. November 1976 der Bau von 3 Tennisplätzen beschlossen. Der neue Verein war noch weit entfernt von einer fertigen Tennisanlage, doch die Gründungsmitglieder zeigten von Beginn an einen ausgeprägten Gemeinschaftssinn, der den Club noch jahrzehntelang prägen sollte.

Bereits im zweiten Jahr richtete sich der Blick stark auf den Ausbau der Anlage. Nachdem am 23. April 1977 die ersten 3 Plätze eröffnet wurden, wurde aufgrund des großen Andrangs (bereits 206 Mitglieder) direkt mit der Planung weiterer Plätze sowie eines Clubhauses begonnen. Die Platzinstandhaltung erfolgte nahezu vollständig in Eigenleistung. Die Mitglieder investierten unzählige Stunden in Pflege, Planung und praktische Arbeiten. Der Spielbetrieb – zunächst noch improvisiert – gewann an Struktur. Die ersten Trainingszeiten wurden festgelegt, und es bildeten sich Gruppen, die regelmäßig spielten. Zudem gingen 1977 die ersten beiden Medenmannschaften für den TCB an den Start – die 1. und 2. Herrenmannschaft.

1978 wurde mit dem Ziel, die Kommunikation unter den Mitgliedern zu verbessern und den Club finanziell zu entlasten, der noch heute bestehende Arbeitseinsatz eingeführt. Aufgrund der stetig wachsenden Mitgliederzahlen und der weiteren Medenmannschaften (Damen- und Knabenmannschaft) wurden schon 1978 die Plätze 4 + 5 eröffnet. Für die Jugend wurden die ersten Clubmeisterschaften durchgeführt.

Der Verein richtete erste vereinsinterne Turniere wie das Kuddel-Muddel-Turnier oder das Ehepaarturnier, aber auch erstmalig den Dr. Kern-Pokal aus – ein Turnier für alle Vorstände der Erftstädter Tennisvereine. Dr. Winfried Kern war ebenfalls Gründungsmitglied und erster TCB-Geschäftsführer, verstarb aber leider im Sommer 1979 durch einen tragischen Unfall. Am 24. Oktober wurde mit dem Bau von 2 weiteren Plätzen begonnen, die auch dringend notwendig waren. Am 17. März musste aufgrund der hohen Nachfrage der erste Aufnahmestopp verhängt werden.

Bis zum Beginn der 1980er-Jahre war eine stabile Basis geschaffen. Die Plätze befanden sich in einem Zustand, der einen geregelten Trainings- und Medenspielbetrieb ermöglichte, und der Verein konnte mit Zuversicht in die neue Dekade starten. 8 Mannschaften nahmen inzwischen am Medenspielbetrieb teil. Ein weiterer Meilenstein – die Grundsteinlegung und spätere Einweihung des Clubheimes am 24. Oktober 1980.

1981 - Der Beginn einer Ära - Arnold Reker wurde zum ersten Mal zum 1. Vorsitzenden gewählt. Damals hatte wahrscheinlich noch niemand daran gedacht, welche Bedeutung dieser Schritt einmal für den TCB haben wird. Darüber hinaus wurde die Bewirtung des Clubhauses übernommen. Man entschied sich, die Bewirtung nicht in Eigenregie durchzuführen und konnte Frau Anna Gallasch für diesen Job gewinnen. Der TCB begann sich sportlich stärker zu orientieren. Mannschaften etablierten sich in ihren Ligen und immer mehr Medenmannschaften wurden gemeldet. Parallel dazu wurden auch weitere interne Veranstaltungen wie Wandertag, Skatturnier und Nikolausfeier eingeführt, um das Clubleben etwas zu stärken. Zudem wurde das Gründunglogo, die beliebte „Narrenkappe“ durch ein neues, modernes Logo ersetzt. Im Oktober 1982 verzeichnet der TCB 410 Mitglieder.

Die Jugend sticht hervor. Erfolgreichste Mannschaft war im Jahr 1983 das Juniorinnen-Team, die sich erst im Aufstiegsspiel geschlagen geben mussten. Einen Anteil an diesem Erfolg hatte mit Sicherheit die ausgeprägte Jugendförderung des Clubs. So erhielten die ambitionierten Jugendlichen schon damals Fördertraining auf Kosten des Vereins.

Im Jahr 1984 konnte durch einen Clubhausanbau die Küche erweitert werden, was aufgrund der hohen Mitgliederzahl dringend notwendig war. Überschattet wurde der Sommer von einem Hochwasser, welches tagelang die Plätze 1 und 2 einem See gleich machte. Das hielt den TCB aber nicht davon ab, weiterhin erfolgreich an Medenspielen und sonstigen sportlichen Veranstaltungen teilzunehmen.

Ein technischer Meilenstein: Stephan Bergerhausen setzte erstmals ein Computer für die Clubverwaltung ein. Der Ausbau des Clubhauses wurde erfolgreich abgeschlossen – mit 30.000 DM Kosten und beeindruckenden 500 Stunden Eigenleistung der Mitglieder. Sportlich erreichte der Verein seinen bis dahin größten Erfolg: Die 1. Herrenmannschaft stieg im Winter in die Verbandsliga auf. Bemerkenswert war auch die Teilnehmerzahl bei den Clubmeisterschaften. 100 Spielerinnen und Spieler gingen an den Start.

1986 brachte beim TC Bliesheim wichtige Veränderungen: Arnold Reker tritt nach 5 Jahren Vorstandstätigkeiten zurück. Neuer, alter Vorsitzender wurde Dr. Winfried Gerhardt, der es aber schwer hatte, eine Vorstandsmannschaft zusammenzustellen. Trotzdem gab es in diesem Jahr aber natürlich etwas zu feiern. Der TCB feiert sein 10jähriges Bestehen. Dazu gab es am 13. September im Saale Giersberg einen rauschenden Ball mit über 200 Mitgliedern und Gästen.

1987 – 1997[Bearbeiten]

1987 war beim TC Bliesheim ein solides Vereinsjahr, in dem weniger der Leistungssport als vielmehr das Gemeinschaftsgefühl im Vordergrund stand. So gab es immer Veranstaltungen, die nicht dem Leistungssport zugeordnet werden konnten – z.B. Freundschaftsspiele, Damen-Doppel-Ferien-Cup, Hobbyrunde etc. Während die sportlichen Ergebnisse der Medenspiele gemischt ausfielen, entwickelte sich die Jugendarbeit weiter positiv. Oliver Reker wurde beispielsweise Kreis-, Bezirks- und zweifacher Clubmeister. Besonders schade war es deshalb, dass er sich erstmal dazu entschied den Verein zu verlassen.

1988 stand beim TC Bliesheim ganz im Zeichen der großen – später jedoch folgenschweren – Platzinvestition: Zwei Allwetterplätze nach dem neuen Turba-System wurden gebaut und feierlich eröffnet, erwiesen sich jedoch im Nachhinein als größte Fehlinvestition der Vereinsgeschichte. Die Medenmannschaften erzielten zwar solide Ergebnisse, aber so langsam zeichnete sich in diesem bereits ein kleiner Abwärtstrend ab. Eine Mädchen- oder Juniorinnenmannschaft konnte aufgrund fehlender Spielerinnen gar nicht mehr gemeldet werden und auch die über Jahre bestehende Herrenmannschaft fiel immer mehr auseinander.

Trotz des Abwärtstrends 1988, wurden 1989 erstmal 11 Medenmannschaften gemeldet, was sich natürlich in der Platzbelegung bemerkbar machte. Nicht jeder war ein Freund dieser Entwicklung. Große Erfolge gab es in diesem Jahr keine. Um wieder etwas mehr Schwung in den Jugendbereich zu bringen, wurde der Bambini-Tag eingeführt. Dabei lud der Club alle Erftstädter tennisbegeisterte Kinder bis 11 Jahre auf die Bliesheimer Anlage ein. Der Tag erwies sich als Riesenerfolg. Doch auch dieser Tag konnten nicht verhindern, dass die Mitgliederzahlen am Ende des Jahres auf einem Tiefstand von 365 sanken.

1990 - Ein schwieriges Jahr für den TCB. Auf der Jahreshauptversammlung zeigte sich, dass niemand mehr die Vorstandsarbeit übernehmen wollte. Die Versammlung musste daher abgebrochen und neu angesetzt werden, sodass erst im März ein neuer Vorstand gewählt werden konnte. Und auch diese Zusammensetzung war alles andere als optimal. Auch sportlich lief es nicht ideal. Zwar konnten die Knaben erfreulicherweise aufsteigen, bei allen anderen Mannschaften lief es jedoch alles andere als gut. Dazu kam, dass die langjährigen Pächter des Clubheims, das Ehepaar Ackermann, den Pachtvertrag kündigten. Ein großer Verlust für den TCB.

Nachdem der aktuelle Vorstand im Juni geschlossen zurücktrat, musste ein neuer Vorstand her. Am 5. Juli wurde Arnold Reker erneut zum 1.Vorsitzenden gewählt. Ergänzt wurde der neue Vorstand von Lothar Foerster (2. Vorsitzender), Stephan Bergerhausen (Geschäftsführer), Klaus-Dieter-Krämer (Sportwart), Helmut Bank (Jugendwart) und Helmut Calenbuhr (Kassenwart). Auch wenn die Mitgliederzahlen weiter sinkend waren, gab es unter den 350 Mitgliedern immer wieder Diskussionen um Platzbelegung. Daher führte der Vorstand kurzfristig Jahresbeiträge ein, die abhängig von der Spielzeit waren. Dies führte jedoch zu noch mehr Unzufriedenheit.

1992 ging es, geprägt vom neuen Trainer Marc-Oliver Filz, wieder etwas aufwärts. Die 1. Herrenmannschaft stieg wieder in die Bezirksklasse auf, die 2. Seniorenmannschaft in die 2. Kreisklasse. Besonders erfolgreich war die Hobby-Damenmannschaft. Sie wurde Bezirksmeister, Vize-Verbandsmeister und feierte ihr 10-jähriges Mannschaftsjubiläum.

1993 war eines der bedeutendsten Jahre in der Vereinsgeschichte: Mit dem 1. Compaq-DTB-Cup richtete der TC Bliesheim das bundesweit größte Turnier dieser Serie aus – 105 Meldungen, 140 Spiele und perfekte Organisation machten das Event zu einem überragenden Erfolg. Höhepunkt war die Verlosung einer Florida-Reise zu Nick Bollettieri, die Karin Richter und Das Clubfest unter dem Motto „Tennis-Zirkus TCB“ wurde ebenfalls ein voller Erfolg und stand für ein lebendiges Vereinsjahr.

Der Vorstand hielt erstmals in der Vereinsgeschichte eine dreitägige Klausurtagung ab, um Strukturen, Sportförderung, Öffentlichkeitsarbeit und organisatorische Abläufe neu aufzustellen. Sportlich verlief die Saison schwierig – mit einer schwarzen Bilanz bei den Medenspielen, aus der nur die 1. Herrenmannschaft mit ihrem erneuten Aufstieg herausragte. Die Clubmeisterschaften boten dennoch gutes Tennis und fanden unter großer Beteiligung (166 Meldungen) statt. Auch der Compaq-DTB-Cup war wieder eine hervorragende Veranstaltung und der TCB konnte zum zweiten Mal in deutschlandweit die meisten Anmeldungen verbuchen. Trotz sinkender Mitgliederzahlen blieb der Club attraktiv, besonders durch erfolgreiche Schnupperaktionen, die viele neue Kinder, Jugendliche und Erwachsene in den Verein führten. Das Training wurde erstmals von Lothar Rodenbusch, Thomas Neuhäuser und Atilla Gyenis durchgeführt.

Mit gleich 3 Aufstiegen war das Jahr 1995 ein sehr erfolgreiches Jahr für den TCB. Neben den 1. und den 2. Herren schaffte auch die 1. Jungseniorenmannschaft den Sprung in die höhere Klasse. Mit dem Faltblatt „Info 95“ erstellte Stephan Bergerhausen zum zweiten Mal ein Informationsblatt für alle Mitglieder. Dieses war der Vorreiter des immer noch bestehenden Netzrollers.

Das Jahr 1996 war eines der prägendsten Jahre des TC Bliesheim. Zum 20-jährigen Jubiläum entschied man sich, den Tennisclub Bliesheim umzubenennen. Seit dem 19. Januar 1996 heißt der Verein daher Tennisclub Rot-Weiß Bliesheim. Nach Rückzug des Titelsponsors wurde die frühere Compaq-DTB-Cup Serie ab diesem Jahr als Mittelrhein-Cup im Gebiet des Tennisverbandes Mittelrhein weitergeführt. Schon damals stieg als Hauptsponsor die Firm bob-Systemlösungen in das Turnier ein. Auch in der Clubhausbewirtung fand ein wichtiger Wechsel statt. Nach Unzufriedenheiten trennte man sich kurzfristig von den aktuellen Pächtern. Dafür konnten kurzfristig Christa und Peter für diesen Job gewonnen werden – etwas Besseres hätte dem TCB wohl nicht passieren können. Auch sportlich gesehen war die Saison sehr erfolgreich. 5 der 14 gemeldeten Mannschaften konnten aufsteigen. Allen voran die 1. Herren, die den Aufstieg in die 2. Verbandsliga schafften.

1997 ernannte der Verein Dr. Wilfried Gerhardt für seine langjährigen Verdienste zum Ehrenmitglied. Mit 18 gemeldeten Mannschaften – darunter erstmals eine Herren-55-Mannschaft – war der Verein sportlich breit aufgestellt und erzielte zahlreiche Aufstiege, etwa durch die 1. Herren, die Herren 35, die Herren 55, die Damen 40 und die Mädchen 1. Gesellschaftlich glänzte das Jahr durch große Veranstaltungen wie den bestens besuchten Banjo-Abend, ein stimmungsvolles Sommerfest („Spanische Nacht“) sowie ein stark besetztes Mixed-Turnier. Die Clubmeisterschaften verzeichneten mit 174 Teilnehmern eine Rekordbeteiligung, und im Endspiel triumphierte Matthias Kierstein über Oliver Reker. Mit einer modernen, neu gestalteten Internetpräsenz machte der TCB 1997 außerdem einen wichtigen Schritt in die digitale Zukunft. Verabschieden mussten wir uns leider von dem Trainergespann Lothar Rodenbusch und Thomas Neuhäuser, die ab dem Sommer 1997 durch Sven Lundblad ersetzt wurden.

1998 – 2008[Bearbeiten]

Mit der ersten Ausgabe des „Netzrollers“ schuf Stephan Bergeshauer ein modernes Informationsmedium, das Mitglieder regelmäßig über Turniere, Veranstaltungen und Spitzenmannschaften informierte. Besonders erfolgreich war die große Mitgliederwerbeaktion, die dem Verein nahezu 80 neue Mitglieder brachte – eine der stärksten Steigerungen der Clubgeschichte. Die neue Kinderveranstaltung „Kids-Time“ lockte viele junge Teilnehmer an und führte zu zahlreichen Neuzugängen im Jugendbereich. Sportlich feierte der Club einen historischen Höhepunkt: Die 1. Herrenmannschaft stieg erstmals in die 1. Verbandsliga auf – ein lang ersehnter Traum.

1999 verzeichnete der Club mit 100 neuen Mitgliedern und toppte damit das Jahr 1998 sogar noch mal. Damit setzte der TCB ein starkes Zeichen gegen den bundesweiten Tennisrückgang. Sportlich gelang der 1. Herren 40 der Aufstieg in die 1. Verbandsliga, während Daniel Neumann zum überragenden Jugendspieler des Jahres wurde und gleich drei Clubtitel gewann. Mit der neu geschaffenen TC RW Jugendliga führte der Verein ein deutschlandweit einmaliges Wettkampfsystem für Kinder ein. Parallel starteten umfangreiche Umbau- und Erweiterungsmaßnahmen der Clubanlage, um dem starken Wachstum gerecht zu werden. Sommerkarneval, Zeltlager, Mittelrhein-Cup und viele Aktionen für Familien machten 1999 auch gesellschaftlich zu einem außergewöhnlich lebendigen Clubjahr.

Im Jahr 2000 feierte der TC RW Bliesheim sportlich einen Höhepunkt mit dem sensationellen Aufstieg der 1. Herrenmannschaft in die Oberliga sowie insgesamt sechs aufgestiegenen Mannschaften. Parallel dazu wurde die Clubanlage deutlich erweitert – neue Zugänge zu den Plätzen, ein neuer Platz 8, die Ballwand, der Bambiniplatz sowie die Erweiterung des Clubhauses um ein Lager- und Bürogebäude werteten das Vereinsgelände spürbar auf. Mit Daniel Neumann als Kreis- und Bezirksmeister sowie der neu eingeführten Jugendliga und großen Jugendveranstaltungen wie dem Zeltlager setzte der Club starke Akzente in der Nachwuchsförderung. Mit Manfred Krick wurde eine prägende Persönlichkeit des Vereins zum Ehrenmitglied ernannt. Reggae-Night, Karnevalsaktivitäten und eine erstmals eigene Nikolausfeier für Jugendliche rundeten ein außerordentlich lebendiges Vereinsjahr ab. Das Trainer-Team wurde um zudem um Winfried Schwarz und Götz Dolhausen ergänzt.

Nach dem sensationellen Aufstieg der 1. Herren in die Oberliga war klar, dass alles andere als der direkte Wiederabstieg eine große Überraschung wäre. So kam es dann auch. Mit nur einem Sieg verabschiedete sich das Team wieder in die 1. Verbandsliga. Dafür waren die 2. Herren sehr erfolgreich und schafften den Aufstieg in die 2. Verbandsliga. Bemerkenswert auch das Abschneiden der Jugendmannschaften. Von 6 gemeldeten Teams schafften 5 den Aufstieg. Das zeigte, dass sich die Investition in die Jugend der letzten Jahre durchaus gelohnt hat. Zum ersten Mal organisierte der Verein einen Besuch beim World-Team-Cup in Düsseldorf. Dort sollten die Jugendlichen die Möglichkeit bekommen, ihre Stars einmal live zu sehen.

Eine besondere Ehre für den TCB - der Club erhielt 2002 vom DTB die Auszeichnung als „Nr. 1 in Deutschland“ in der Mitgliederwerbung, einem Bereich, dem der Club in den letzten Jahren eine große Bedeutung zukommen ließ. Arnold Reker und Karl L. Krakow, der im Wesentlichen für die Aktion verantwortlich war, reisten nach München, um die Auszeichnungen entgegenzunehmen. Ebenfalls ein Verdienst von Karl Krakow – das erste clubeigene Tenniscamp auf Mallorca. 59 Mitglieder machten sich in den Osterferien auf den Weg auf die Insel. Sportlich gelang den Herren die Rückkehr in die Oberliga. Zudem gewannen sie sensationell den TVM-Cup. Auch der 10.Mittelrhein-Cup sollte wieder ein sportliches Highlight werden. Leider wurde er in der ersten Runde von dem plötzlichen Tod unseres Mitglieds Horst Brückmann überschattet, der während seines Spiels auf Platz 3 verstarb.

2003 stand die Jugend im Fokus des TCB. Gleich 3 Jugendliche konnten auf Kreis- und Bezirksebene Titel sammeln. Michael Angolini wurde Kreis- und Bezirksmeister, Fabian Schwarz und Kevin Reker gewannen in ihren Altersklassen die Kreismeisterschaften. Auch bei den Medenspiele gab es tolle Erfolge. 5 der 7 Jugendmannschaften konnten am Ende der Saison aufsteigen. Nach fast sieben Jahren erfolgreicher Trainertätigkeit trennte man sich 2003 einvernehmlich von Götz Dolhausen. Seinen Platz übernahm Armin Schöpgens. Für den Hobby-Bereich des Club wurde eine clubinterne Hobby-Liga gegründet, die in kommenden Jahren an immer größer werdender Beliebtheit gewinnen sollte und bis heute besteht.

2004 musste sich der Verein auch von Sven Lundblad trennen, der mit seiner Familie zurück nach Chile ging. Dieser Abschied fiel allen, besonders aber vielen Jugendlichen und auch Sven selbst, sehr schwer. Sportlich jagte 2004 ein Höhepunkt den nächsten. Die Junioren konnten nach ihrem Aufstieg in die 1. Verbandsliga sensationell den Verbandspokal nach Bliesheim holen. Ein Erfolg, mit dem die wenigsten gerechnet hatten. Das absolute Highlight war aber natürlich die Aufstiegsrunde zur Bundesliga der Herren-Mannschaft. Nach dem Gewinn der Oberliga, durfte der TCB als TVM-Meister die Aufstiegsrunde auf eigener Anlage ausrichten. Auch wenn unsere Herren am Ende keine Chancen gegen die starken Teams hatte, wird das ein Ereignis sein, von dem noch lange erzählt werden wird.

2005 – die bob-Open entstehen Die 1. Herrenmannschaft setzte bewusst auf den eigenen Nachwuchs, was – wie erwartet – zum Abstieg aus der Oberliga führte. Überraschend hingegen gelang den 1. Damen der Aufstieg in die 2. Verbandsliga – ein großartiger Erfolg. Nach zwölf Jahren Compaq-DTB-Cup und Mittelrhein-Cup stellten die Verantwortlichen des Vereins gemeinsam mit dem Titelsponsor „bob-Systemlösungen“ ein neues Turnier auf die Beine: die bob-Open, die sich sofort als fester Höhepunkt im Vereinskalender etablierten.

2006 begann mit der Verleihung der silbernen Ehrennadel an Stephan Bergerhausen und Heinz Gerbrecht, die den Verein über viele Jahre hinweg entscheidend geprägt hatten. Gesellschaftlich bot das Jahr außergewöhnliche Höhepunkte wie den Jazz-Abend, das kreative Clubfest „Zurück in die Zukunft“ sowie zahlreiche beliebte Turniere – vom Kuddel-Muddel bis zum Mixed-Wettbewerb. Sportlich beeindruckte besonders die Jugend: Beim 2. Schwarzau-Jugend-Cup und den Clubmeisterschaften stellten die jungen Spielerinnen und Spieler ihre Stärke eindrucksvoll unter Beweis. Gleichzeitig stärkte der Verein durch Camps, gezieltes Training und eine neue Clubhausleitung seine lebendige und familiäre Vereinsstruktur. Ein besonderes Jubiläum feierten außerdem Christa und Peter Stöpp: Seit nunmehr zehn Jahren führen sie die Clubgastronomie – und waren aus dem TCB längst nicht mehr wegzudenken.

2007 stand ganz im Zeichen eines historischen Führungswechsels: Arnold Reker trat nach 21 Jahren als 1. Vorsitzender zurück, wurde zum Ehrenmitglied ernannt und erhielt die Goldene Ehrennadel des TVM, während Heinz Gerbrecht einstimmig zu seinem Nachfolger gewählt wurde. Mit Karl Krakow und Sandro Premier ehrte der Verein weitere prägende Persönlichkeiten für ihr langjähriges Engagement und ihre Unterstützung. Sportlich überzeugten die TCB-Teams mit starken Medenspielergebnissen, darunter dem Aufstieg der Herren 55, sowie einer weiter wachsenden und erfolgreichen Jugendabteilung. Große Turniere wie die 3. bob-Open und der 3. Schwarzau-Jugend-Cup erzielten Rekordbeteiligungen und bestätigten Bliesheims Rolle als wichtiger regionaler Tennisstandort. Nach ihrem Jubiläum ein Jahr vorher entschieden sich Christa und Peter Stöpp ihre Tätigkeit zu beenden.

2008 war ein Rekordjahr für den TCB: Die Clubanlage erhielt nach über 20 Jahren eine komplett neue Küche, und mit 273 Teilnehmenden erreichte die Clubmeisterschaft das größte Feld der Vereinsgeschichte. Die Jugendabteilung erlebte einen Boom, getragen von einem stark erweiterten Trainerteam, vielen Aktionen wie Zeltlager, Hochseilgarten und Wasserski sowie erfolgreichen Medenmannschaften. Die 4. bob-Open stellten mit 342 Spielerinnen und Spielern einen neuen Teilnehmerrekord auf und wurden erstmals online tagesaktuell begleitet. Im Vereinsleben prägten ein starker Mitgliederaktionstag, Karnevalsveranstaltungen und der Gastro-Wechsel von Christa & Peter Stöpp zu Rolf & Ulla Giersberg das Jahr.

2009 – 2019[Bearbeiten]

2009 modernisierte der Verein sein Erscheinungsbild grundlegend: Ein neues Logo wurde eingeführt, das künftig einen einheitlichen und professionellen Auftritt auf Kleidung, Turnierunterlagen und in den Medien sicherstellen sollte. Parallel dazu gewann der TCB beim TVM-Vereinswettbewerb den 2. Platz – eine Anerkennung für erfolgreiche Mitgliedergewinnung, starke Jugendarbeit und ein aktives Clubleben. Die Einführung der Leistungsklassen (LK) veränderte die Turnierlandschaft und motivierte viele Spieler, sich leistungsmäßig weiterzuentwickeln. Mit 375 Teilnehmern erreichten die bob-Open einen neuen Rekord und etablierten sich endgültig als eines der größten Turniere im Verbandsgebiet. Die Jugendabteilung zeigte sich äußerst aktiv: Kuddel-Muddel-Turniere, Zeltlager, Wasserski-Ausflug, Bowlingabend, Kids-Day und zahlreiche Trainingsangebote sorgten für eine hohe Bindung und viele neue Gesichter. Der Jugendausschuss fand sich neu zusammen und strukturierte seine Arbeit modern und zukunftsorientiert. Im Medenspielbetrieb waren 21 Mannschaften am Start – mit mehreren Aufsteigern und insgesamt sehr starken Ergebnissen.

2010 - Der Vorstand wurde vollständig bestätigt, während der langjährige Platzwart Richard Beran seine Aufgaben an Dr. Franz Klein übergeben musste. Sportlich begeisterten vor allem die Bezirksmeisterschaften der Jugend und die 6. bob-Open, die mit über 500 Meldungen einen neuen Rekord verzeichneten. Auch im Club selbst herrschte große Aktivität: Die Clubmeisterschaften boten starke Felder bei Erwachsenen und Jugendlichen, das Clubfest sorgte für einen stimmungsvollen Saisonhöhepunkt, und das traditionelle Zeltlager war trotz kühler Nächte ein voller Erfolg. Besonderen Grund zur Freude gab es bei den Medenspielen – die 1. Junioren stiegen ungeschlagen in die 1. Verbandsliga auf und setzten damit ein sportliches Ausrufezeichen des Jahres.

Im April 2011 startete der Club wie jedes Jahr mit dem Dämmerschoppen und dem beliebten Kuddel-Muddel-Turnier in die neue Saison. Viele Mitglieder waren dabei und sorgten für eine unkomplizierte, fröhliche Atmosphäre – ein rundum gelungener Start. Auch 2011 durfte der Club erneut die Bezirksmeisterschaften der Jugend ausrichten. In 171 Spielen zeigten die Nachwuchstalente beeindruckendes Tennis und ein hohes Spielniveau. Für Spielerinnen und Spieler des TCB reichte es diesmal leider nicht zu einem Erfolg. Ein echtes Highlight im Jahreskalender waren wieder die bob-Open, die bereits zum siebten Mal stattfanden. Das Turnier – aufgeteilt in Jugend-Rangliste, Damen-/Herren-Rangliste und Hobbybereich – verzeichnete starke Meldezahlen und war besonders im Hobby- und Jugendfeld extrem gefragt. Das Herren-Ranglistenturnier war so gut besetzt wie nie: Im Finale traf Andreas Mies (heute mehrfacher Grand-Slam-Sieger im Doppel) auf Andrei Daescu, der sich schließlich durchsetzte. Mit Oscar Otte war ein weiterer späterer Topspieler im Feld vertreten. Auch bei den Damen ging es hochklassig zu. Judith König gewann das Finale gegen Insa Villow mit 10:4 im Champions-Tiebreak. Rund 500 Zuschauer verfolgten den Finaltag – beste Stimmung inklusive. Neben dem Sport boten die bob-Open auch wieder ein buntes Rahmenprogramm: Ein Reibekuchenabend mit Jazz-Livemusik und der Spielerabend mit Tombola lockten viele Besucher an und machten das Turnier zu einem kleinen Event-Festival. Die Medenspielsaison verlief insgesamt gemischt. Vier Teams – Damen 50, 2. Herren 40, 1. Herren und 1. Knaben – schafften den Aufstieg. Gleichzeitig mussten jedoch sechs Mannschaften den Gang in die niedrigere Spielklasse antreten: 1. Damen, 2. und 3. Herren, 1. Herren 55, 2. Herren 60 und 1. Junioren. Besonders gefeiert wurde der überraschende und sensationelle Aufstieg der Damen 50 in die 1. Verbandsliga. Den festlichen Abschluss des Jubiläumsjahres bildete ein großes Clubfest im Saal Giersberg. Viele Mitglieder, darunter Gründungs- und Ehrenmitglieder, Jubilare, Sponsoren und der Bürgermeister, waren der Einladung gefolgt. Auf dem Programm standen ein 3-Gänge-Menü, Hip-Hop-Shows von Maxine Holzkämper und Isabella Swann, ein Auftritt von DSDS-Kandidat Daniel Neumann und zahlreiche Ehrungen. Die bedeutendste Auszeichnung erhielt Stephan Bergerhausen: Für 26 Jahre engagierte Vorstandsarbeit und seinen unermüdlichen Einsatz für den Club wurde er zum Ehrenmitglied ernannt.

Auf der Jahreshauptversammlung am 27. Januar 2012 wurde ein neuer Vorstand gewählt. Da Bernhard Sauer und Dietmar Kruse auf eigenen Wunsch aus dem Vorstand ausschieden, mussten mehrere Positionen neu besetzt werden. Die Mitgliederversammlung wählte den neuen Vorstand einstimmig:

  • 1. Vorsitzender: Heinz Gerbrecht
  • 2. Vorsitzender: Oliver Reker
  • Sportwart: Klaus Genschel (neu im Vorstand)
  • Jugendwartin: Britta Lamboy (neu im Vorstand)
  • Organisation: Heike Holzkämper (neu im Vorstand)
  • Geschäftsführerin: Inge Bochmann
  • Kassenwart: Stephan Bergerhausen

Ein großes Projekt wurde 2012 ebenfalls in Angriff genommen: die komplette Erneuerung der Sanitäranlagen – erstmals seit 1980. Aufgrund der hohen Kosten rief der Vorstand die Mitglieder zur Mithilfe auf. Viele folgten diesem Aufruf und packten tatkräftig mit an. Ziel war es, die Arbeiten bis zur Saisoneröffnung 2013 abzuschließen. Neben den bewährten Veranstaltungen wie dem Dämmerschoppen, dem Saisoneröffnungs-Kuddel-Muddel-Turnier, dem Pfingst-Kuddel-Muddel-Turnier sowie den Bezirksmeisterschaften der Jugend (besonders erfreulich: Victoria Reker belegte bei den Bezirksmeisterschaften den 2. Platz in der Altersklasse U10), die bereits zum dritten Mal in Folge auf unserer Anlage stattfanden, gab es 2012 ein ganz besonderes Jubiläum: Von den Anfängen als Compaq-DTB-Cup, über den Mittelrhein-Cup bis zu den heutigen bob-Open – der TCB feierte 20 Jahre Turnierserie. Rund 500 Meldungen gingen ein. Trotz vieler regnerischer Turniertage wurde die Veranstaltung erneut zu einem großen Erfolg. Ein weiteres Highlight der Saison setzte die 1. Herrenmannschaft, die ungeschlagen den direkten Wiederaufstieg in die Oberliga schaffte. Der Erfolg wurde anschließend gemeinsam mit den Fans bis in die frühen Morgenstunden auf der Anlage gefeiert. Auch weitere Teams konnten jubeln: Die 2. Herren, die Herren 50 sowie die Mädchenmannschaft um die Bliesheimer Kinderprinzessin Victoria Reker sicherten sich ebenfalls den Aufstieg. Lediglich die Damen 40 mussten am Saisonende den Abstieg hinnehmen. Mit 21 gemeldeten Mannschaften zieht der TCB dennoch eine durchweg positive sportliche Bilanz für das Jahr 2012.

Ende März 2013 war es endlich so weit: Nach fünf Monaten Bauzeit konnten die umfassenden Renovierungs- und Erneuerungsarbeiten an den Sanitäranlagen erfolgreich abgeschlossen werden. Zur offiziellen Einweihung der neuen Räumlichkeiten lud der Vorstand am 5. April alle Helfer, Sponsoren, Gönner und beteiligten Firmen zu einem kleinen Imbiss mit Umtrunk ein – ein schönes Dankeschön für die großartige Unterstützung. Inzwischen ein fester Bestandteil im Jahreskalender des TCB sind die Bezirksmeisterschaften der Jugend. Bereits zum vierten Mal richtete der Verein dieses Turnier aus – und durfte sich endlich auch wieder über einen Titel aus den eigenen Reihen freuen: Victoria Reker sicherte sich in der U10-Konkurrenz souverän den Bezirksmeistertitel. Mit personellen Herausforderungen hatte in diesem Jahr leider die Hobbyliga zu kämpfen. In den beiden Vorjahren waren mindestens 20 Spielerinnen und Spieler aus der Hobbyliga in Medenmannschaften gewechselt, sodass die Teilnehmerzahl von rund 80 auf etwa 50 schrumpfte. Um den Spielbetrieb weiterhin attraktiv zu gestalten, wurden erstmals auch Meden-Spielerinnen und -Spieler für die Hobbyliga zugelassen. Ganz andere Bedingungen erwarteten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer der 9. bob-Open: Statt Dauerregen wie im Vorjahr mussten sie sich diesmal durch zwei Wochen tropischer Hitze kämpfen. Dennoch wurde das Turnier erneut zu einem großen Erfolg. Besonders hervorzuheben ist das Jugend-Ranglistenturnier, das sich mittlerweile einen hohen Stellenwert erarbeitet hat und mit 150 Meldungen glänzte. Die Clubmeisterschaften, die 2012 noch einen erfreulichen Aufwärtstrend gezeigt hatten, fanden 2013 leider kaum noch Resonanz. Daher entschied sich der Verein, ab 2014 keine Clubmeisterschaften mehr durchzuführen. Der geplante Abend der Siegerehrung und das Clubfest wurden zudem von einem tragischen Ereignis überschattet: Während im Club alles für einen geselligen Abend vorbereitet war und Heinz Gerbrecht die Gäste begrüßte, erreichte die Anwesenden die Nachricht vom plötzlichen Tod unseres Mitglieds Heinz Schmitz. Besonders erschütternd war, dass er nur wenige Stunden zuvor noch auf Platz 5 das Halbfinale der Nebenrunde gespielt hatte. An Feiern war an diesem Abend nicht mehr zu denken. Sportlich gesehen war die Medenspielsaison 2013 eine der erfolgreichsten in der Vereinsgeschichte. Von 21 gemeldeten Mannschaften schafften acht Teams den Aufstieg aus eigener Kraft. Zusätzlich stufte der TVM im Zuge neuer Gruppeneinteilungen vier weitere Mannschaften eine Klasse höher ein. Besonders erfreulich entwickelten sich die Jugendmannschaften: Drei von fünf Teams – Mädchen, Knaben und Junioren – stiegen auf und überzeugten mit starken Leistungen. Angesichts dieser Erfolge ließ sich auch verkraften, dass die 1. Herren den Abstieg in die Verbandsliga hinnehmen mussten. Damit gingen 2014 lediglich noch die Herren 60 in der Oberliga an den Start. Doch beim TCB kam auch der Spaß nie zu kurz. Ein besonderes Highlight erlebten am 13. Dezember die Damen 50, die sich für die WDR-Aktion „Alles tanzt“ angemeldet hatten. In der Tennishalle Liblar schwangen sie – angeleitet von Choreograf Niklas Schütten und begleitet vom WDR-Kamerateam – das Tanzbein. Das Ergebnis: eine wirklich fernsehreife Produktion, die kurz vor Weihnachten in der WDR-Lokalzeit ausgestrahlt wurde. Ein trauriger Schlusspunkt des Jahres folgte am 1. November 2013: Im Alter von 81 Jahren verstarb unser Gründungsmitglied, langjähriger 1. Vorsitzender und Ehrenmitglied Dr. Wilfried Gerhardt. Besonders in der Gründungsphase von 1976 bis 1980 war er die treibende Kraft im Vorstand und prägte den Verein nachhaltig.

Nach zwölf Jahren engagierter Vorstandsarbeit in verschiedenen Funktionen schied Oliver Reker 2014 aus dem Vorstand aus. Sein Amt als 2. Vorsitzender übernahm Hans Becker. Auch auf der Position des Jugendwarts gab es einen erneuten Wechsel: Nach nur einem Jahr übergab Chantal Eifinger ihr Amt an Kevin Krämer-Reker. Ebenfalls Abschied nehmen musste der Verein von Ulla Giersberg, die von 2008 bis 2013 gemeinsam mit ihrem Mann Rolf die Clubgastronomie mit großem Erfolg geführt hatte und diese 2014 noch ein Jahr allein weiterbetrieb. Aus gesundheitlichen Gründen musste sie ihre Tätigkeit schließlich beenden. Die Nachfolge konnte jedoch schnell geregelt werden – und die neuen Pächter waren im Club bereits bestens bekannt. Großen Anklang fand im Juni das Damen-Herren-Doppelturnier, bei dem 15 Paarungen für beste Stimmung sorgten. Als Belohnung für ihren Einsatz erhielten die sechs Damen- und neun Herrendoppel kostenlose Getränke und Verpflegung. Weitere Highlights im Hobbybereich waren das KG-Turnier zwischen dem TCB und der K.G. Bliesheim, das bereits zum vierten Mal in Folge von der K.G. gewonnen wurde, das Erftstädter Vorstandsturnier sowie die weiterhin äußerst beliebten Kuddel-Muddel-Turniere. Neben den erneut sehr erfolgreichen bob-Open, die nicht nur sportlich überzeugten, sondern auch mit einer stimmungsvollen Players-Night inklusive Modenschau und musikalischer Darbietung einer Sängerin aus dem Phantasialand begeisterten, wagte der TCB 2014 etwas Neues: Erstmals wurden zwei LK-Turniere angeboten. Hier konnten ambitionierte Spielerinnen und Spieler wertvolle LK-Punkte sammeln. Während das erste Turnier mit 20 Meldungen noch verhalten startete, konnte das zweite Turnier bereits 64 Teilnehmerinnen und Teilnehmer verzeichnen. Mit 22 gemeldeten Mannschaften ging der TCB 2014 so stark wie nie zuvor in die Medenspielsaison. Grund zum Jubeln hatten die 2., 3. und 4. Herren, die 1. Herren 30 sowie die Juniorinnen, die jeweils den Aufstieg feiern konnten. Demgegenüber standen die Abstiege der 1. Damen 30, der 1. Herren 40, der 2. Herren 60 sowie der Herren 65. Insgesamt zeigte sich damit erneut die große sportliche Breite des Vereins.

So groß die Traurigkeit über die Kündigung der Clubgastronomin Ulla Giersberg war, so groß war auch die Freude über ihre Nachfolger: Nach sieben Jahren Pause kehrten 2015 Christa und Peter Stöpp hinter den Tresen des TCB zurück. Bereits von 1997 bis 2007 hatten sie die Clubgastronomie äußerst erfolgreich geführt. Bei der Saisoneröffnung, die bei bestem Frühlingswetter stattfand, wurden die beiden herzlich willkommen geheißen. Weniger Glück hatte das traditionelle Pfingst-Kuddel-Muddel-Turnier, das in diesem Jahr buchstäblich ins Wasser fiel. Dafür kamen die Hobbyspielerinnen und -spieler beim Mixed-Turnier im Juni voll auf ihre Kosten. 14 Paarungen gingen mit viel Spaß und Begeisterung an den Start. Auch für den Nachwuchs wurde 2015 wieder einiges geboten: Ein Jugend-Kuddel-Muddel-Turnier, zwei Sommercamps sowie ein Zeltlager sorgten für Abwechslung und Begeisterung – hier war für jedes Kind etwas dabei. Ein besonderes Jubiläum feierte die Damen-Reisemannschaft, die bereits seit 25 Jahren für den TCB „auf Reisen“ geht. Von Beginn an mit dabei: Ute Bergerhausen, die schon im Gründungsjahr 1990 Teil des Teams war. Leider musste der Verein auch 2015 wieder Abschied von einem verdienten Mitglied nehmen. Dietmar Kruse, Jugendwart und Vorstandsmitglied, verstarb im Dezember nach schwerer Krankheit. Sein Tod war ein großer Verlust für den Verein – insbesondere für die Jugendarbeit, in der er sich über viele Jahre mit großem Engagement eingebracht hatte. Ein wichtiger Schritt in die Zukunft wurde im Sommer getan: Erstmals gingen Kooperationen mit den Bliesheimer Kindergärten und der Grundschule an den Start. So konnten bereits die jüngsten Bliesheimer spielerisch an den Tennissport herangeführt werden. Die Aktion war ein voller Erfolg und ist seitdem fester Bestandteil des TCB.

Das Jahr 2016 stand ganz im Zeichen des 40-jährigen Vereinsjubiläums. Unter dem Motto „Forty love – 40 Jahre TCB“ feierte der TC Rot-Weiß Bliesheim vier Jahrzehnte Vereinsgeschichte – mit zahlreichen Aktionen und einem großen Gemeinschaftsgefühl. Den Auftakt bildete eine besondere Mitgliederaktion mit attraktiven Jubiläumsangeboten. Der Erfolg ließ nicht lange auf sich warten: Insgesamt 45 neue Mitglieder konnten im Jubiläumsjahr begrüßt werden – ein starkes Zeichen für die positive Entwicklung des Vereins. Sportlich schrieb der TCB ebenfalls Geschichte: Bereits 2015 war der 1. Herren 30-Mannschaft erstmals in der 40-jährigen Vereinsgeschichte der sensationelle Aufstieg in die Regionalliga gelungen. 2016 kämpften die „Bulls“ mit großem Einsatz um den Klassenerhalt. Trotz dreier hart umkämpfter Siege reichte es am Ende nicht ganz, sodass der Abstieg zurück in die Oberliga hingenommen werden musste. Dennoch bleibt dieser Regionalliga-Aufstieg ein Meilenstein der Vereinsgeschichte. Insgesamt verlief die Medenrunde im Jubiläumsjahr eher durchwachsen. Lediglich die Damen 40 und die 2. Herren konnten den Aufstieg feiern, während vier Mannschaften den Gang in eine niedrigere Spielklasse antreten mussten. Den festlichen Höhepunkt bildete das große Clubfest am 20. August auf der heimischen Anlage. Bei ausgelassener Stimmung wurde gemeinsam gefeiert, getanzt und auf 40 Jahre Vereinsleben angestoßen. Mitglieder, Freunde und Wegbegleiter blickten stolz zurück – und zugleich optimistisch in die Zukunft.

Sportlich war 2017 ein echtes Ausrufezeichen für den TCB – allen voran für die Juniorinnen. Neben dem Aufstieg in die 1. Bezirksliga sicherten sie sich zusätzlich den Bezirkspokal. Ein herausragender Erfolg und ein Beleg für die starke Nachwuchsarbeit des Vereins. Ein weiteres großes Highlight war das 25-jährige Jubiläum des Traditionsturniers auf der Anlage des TCB. Was einst als Compaq-DTB-Cup begann, später zum Mittelrhein-Cup wurde und nun seit 13 Jahren unter dem Namen bob-Open ausgetragen wird, steht seit einem Vierteljahrhundert für hochklassigen Turniersport in Bliesheim. Insgesamt also 25 Jahre große Turniergeschichte beim TCB. Auch sportlich wusste das Jubiläumsturnier zu überzeugen: Das Damen-Ranglistenturnier gewann Julia Rennert, bei den Herren setzte sich Kai Breitbach durch. Das Jugend-Ranglistenturnier war mit über 130 Meldungen erneut hervorragend besetzt und unterstrich seinen hohen Stellenwert weit über die Region hinaus. Die Medensaison verlief insgesamt sehr erfolgreich. Neben den Juniorinnen schafften auch die 1. Knaben, die 1. Mädchen sowie die 2. Herren 60 den Aufstieg. Insgesamt durfte sich der TCB 2017 über vier Aufsteiger freuen – ein besonders starkes Signal aus dem Jugendbereich und ein großer Erfolg für die kontinuierliche Nachwuchsarbeit des Vereins.

Das Jahr 2018 begann mit einem tiefgreifenden Umbruch: Der komplette Vorstand stellte sich nicht mehr zur Wiederwahl. Damit endete eine außergewöhnlich lange Phase ehrenamtlicher Kontinuität. Nach insgesamt 25 Jahren Vorstandsarbeit schied Heinz Gerbrecht aus, ebenso wie Stefan Bergerhausen, der dem Vorstand sogar beeindruckende 31 Jahre angehört hatte. Ein bedeutender Einschnitt für den TCB. Zur Neuwahl stellte sich ein neues Team auf – und wurde einstimmig von der Mitgliederversammlung gewählt: 1. Vorsitzender: Oliver Reker, 2. Vorsitzender: Yves Gruchot, Geschäftsführerin: Isabelle Gruchot, Kassenwartin: Hannelore Becker, Sportwart: Christian Thiergärtner, Jugendwart: Stefan Burbaum, Organisation: Christoph Antoni Mit frischen Ideen und viel Engagement startete der neue Vorstand direkt durch. Auch sportlich und organisatorisch brachte 2018 einige Neuerungen – und die Rückkehr eines Klassikers: Nach längerer Pause fanden wieder Clubmeisterschaften statt. Mit über 100 Meldungen waren sie ein voller Erfolg und zeigten, wie groß das Interesse am vereinsinternen Wettbewerb nach wie vor ist. Neben den etablierten bob-Open wurde erstmals der Kia-Cup als fünftägiges LK-Turnier ausgetragen. Das neue Format wurde hervorragend angenommen und etablierte sich direkt als weitere feste Größe im Turnierkalender. In der Medensaison ragte besonders die 1. Damenmannschaft heraus – sie war zweifellos die Mannschaft der Saison. Verstärkt durch Carolin Drescher an Position 1 gelang endlich der ersehnte Aufstieg in die Verbandsliga. Doch damit nicht genug: Zusätzlich gewann das Team den Bezirkspokal und wurde auf Verbandsebene Vizepokalsieger. Ein herausragender Erfolg für die Damen. Weitere Aufstiege feierten die Damen 30, die 3. Herren sowie die Knaben.

2019 brachte erneut bedeutende Veränderungen für den TCB. Nach insgesamt 15 Jahren erfolgreicher Vereinsgastronomie verabschiedeten sich Christa und Peter Stöpp aus der Verantwortung. Doch die Clubbewirtung blieb in der Familie: Ihre Tochter Stephanie Reker übernahm gemeinsam mit ihrem Ehemann Daniel Reker die Gastronomie. Ein Generationswechsel, der für Kontinuität und frischen Schwung zugleich sorgte. Auch im Turnierbereich setzte der Verein neue Impulse. Erstmals wurde das Bliesheimer Doppelturnier ausgetragen – mit 140 Teilnehmerinnen und Teilnehmern beziehungsweise 57 Doppelpaarungen ein voller Erfolg. Ebenso erfreulich verlief das neu eingeführte LK-Tagesturnier am Saisonende, das mit 50 Meldungen auf große Resonanz stieß. Sportlich war 2019 eines der erfolgreichsten Jahre der jüngeren Vereinsgeschichte. Allen voran erneut die 1. Damenmannschaft: Nach weiteren gezielten Verstärkungen gelang der Mannschaft der Durchmarsch in die 1. Verbandsliga. Zusätzlich sicherte sich das Team neben dem Bezirkspokal auch den TVM-Pokal – mehr war in dieser Saison schlicht nicht möglich. Eine perfekte Spielzeit für die Damen. Weitere Aufstiege feierten die 1. Damen 50, die 1. Herren 30 (Oberliga), die 2. Herren 30, die 1. Juniorenmannschaft sowie die 2. Knaben. Ein beeindruckendes Ergebnis und ein Beleg für die sportliche Breite des Vereins. Ein besonderes Highlight waren zudem die 15. bob-Open. Im Ranglistenturnier triumphierten gleich zwei Spielerinnen und Spieler aus den eigenen Reihen: Bei den Herren gewann Robin Illiger der 1. Herrenmannschaft, bei den Damen setzte sich Carolin Drescher aus der 1. Damenmannschaft durch. Ein großartiger Erfolg auf heimischer Anlage.

2020 - bis heute[Bearbeiten]

Das Jahr 2020 stellte nicht nur den TCB, sondern die gesamte Welt vor eine nie dagewesene Herausforderung. Das Coronavirus bestimmte plötzlich unseren Alltag – und machte auch vor dem Vereinsleben nicht halt. Bereits im März wurde die Hallensaison 2019/2020 abrupt beendet. Wie und ob die Sommersaison stattfinden würde, war lange ungewiss. Der Start der Medenspiele wurde schließlich in den Juni verschoben. Den Mannschaften wurde freigestellt, ob sie antreten oder sich für die Saison zurückziehen wollten. Abstiege wurden ausgesetzt – wer nicht spielte, konnte folglich auch nicht absteigen. Am Ende entschieden sich beim TCB 5 Mannschaften, nicht anzutreten. Die übrigen Teams nahmen unter besonderen Bedingungen am Spielbetrieb teil – und das mit beachtlichem Erfolg: 5 Mannschaften schafften sogar den Aufstieg. Ein bemerkenswertes Ergebnis in einer außergewöhnlichen Saison. Auch die Turniere konnten – wenn auch unter strengen Auflagen – durchgeführt werden. Die bob-Open, der Kia Cup sowie das LK-Tagesturnier fanden statt und setzten ein wichtiges Zeichen für sportliche Kontinuität in schwierigen Zeiten. Natürlich war alles von Hygienekonzepten, Abstandsregeln und organisatorischem Mehraufwand geprägt, doch der Tennissport lebte. Ein kleiner Wermutstropfen blieb dennoch: Zum damaligen Zeitpunkt ahnte wohl kaum jemand, dass diese Saison nur der Beginn einer längeren, herausfordernden Phase sein würde.

Die Saison 2021 wird als die wohl schwerste in die Geschichte des TC Rot-Weiß Bliesheim eingehen – und darüber hinaus in die Geschichte ganz Nordrhein-Westfalens. Noch immer stand der Saisonstart unter dem Einfluss der Corona-Pandemie. Strenge Auflagen begleiteten Training und Spielbetrieb, vieles war organisatorisch aufwendig, manches weiterhin unsicher. Doch all das rückte in der Nacht vom 14. auf den 15. Juli 2021 schlagartig in den Hintergrund. Eine verheerende Hochwasserkatastrophe traf den westlichen Teil Deutschland, große Teile von Erftstadt – und auch die Anlage des TCB. Die Plätze, das Clubhaus, große Teile der Infrastruktur: nahezu alles wurde zerstört. Mit einem solchen Ausmaß hatte niemand gerechnet, auf eine solche Katastrophe konnte niemand vorbereitet sein. Der erste Moment war geprägt von Fassungslosigkeit und einem tiefen Schock. Viele Mitglieder waren nicht nur als Vereinsangehörige betroffen, sondern auch privat – mit erheblichen Schäden an ihren eigenen Häusern. Dennoch setzte nach der ersten Sprachlosigkeit etwas Beeindruckendes ein: ein unglaublicher Zusammenhalt. Der Vorstand und zahlreiche Mitglieder begannen sofort mit Aufräumarbeiten. Unterstützung kam von allen Seiten – aus Bliesheim, aus der Region und weit darüber hinaus. Die Hilfsbereitschaft war überwältigend. Der Verein erhielt zahlreiche Spenden, Sachleistungen und staatliche Hilfen. Doch der eigentliche Wiederaufbau wurde vor allem durch unzählige ehrenamtliche Arbeitsstunden getragen. Es wurde geschaufelt, geräumt, organisiert und geplant. Ein Dank an alle Helferinnen und Helfer – insbesondere an den damaligen Vorstand – kann gar nicht groß genug sein. Der Medenspielbetrieb lief – soweit möglich – teilweise auf fremden Anlagen weiter. Ein besonderer Dank gilt den umliegenden Vereinen, die ihre Plätze unkompliziert zur Verfügung stellten. Einige Mannschaften konnten ihre Saison fortsetzen, andere traten nicht mehr an. Doch sportliche Ergebnisse spielten in diesem Jahr nur eine Nebenrolle.

Das Jahr 2022 stand beim TC Rot-Weiß Bliesheim weiterhin ganz im Zeichen des Wiederaufbaus. Mit vereinten Kräften arbeiteten Vorstand und Mitglieder daran, die durch die Flutkatastrophe zerstörte Anlage Schritt für Schritt wieder in einen vorzeigbaren Zustand zu versetzen. Vieles war bereits wieder bespielbar, doch zur Sommersaison 2022 war klar: Der Wiederaufbau war noch nicht vollständig abgeschlossen. Vor allem das Clubhaus blieb weiterhin unbenutzbar. Eine reguläre Clubbewirtung konnte daher nicht stattfinden. Nachdem Steffi und Daniel Reker die Gastronomie Ende 2020 aufgegeben hatten, war zwar eine Nachfolge geplant, doch auch diese Pläne ließen sich infolge der Flut nicht umsetzen. Der Club stand somit zunächst ohne feste Gastro da. Umso beeindruckender war die Initiative aus den eigenen Reihen: Eine Gruppe der Damen 55 rief kurzerhand die sogenannte „Frittenbude“ ins Leben und versorgte die Mitglieder an ausgewählten Tagen mit kleinen Speisen und Getränken. Diese Aktion war weit mehr als nur eine Übergangslösung – sie war ein sichtbares Zeichen für den außergewöhnlichen Zusammenhalt im Verein. Allen Beteiligten gebührt dafür großer Dank. Trotz der noch nicht vollständig wiederhergestellten Infrastruktur konnten die Turniere und Medenspiele 2022 wieder stattfinden – wenn auch unter besonderen Bedingungen. Ein besonderes Highlight war das 30. Jubiläumsturnier dieser traditionsreichen Turnierserie auf der Anlage des TCB. Ein starkes Signal, dass der Verein auch nach der Katastrophe wieder sportlich präsent ist. Bei den Damen gewann Claudia Coppola, Spielerin der 1. Damenmannschaft des TCB, das Ranglistenturnier – ein schöner Erfolg für den eigenen Verein. Bei den Herren musste das Ranglistenturnier leider mangels ausreichender Meldungen abgesagt werden. Doch 2022 brachte nicht nur Fortschritte beim Wiederaufbau, sondern auch einen weiteren schmerzlichen Verlust. Am 1. Oktober 2022 verstarb unser langjähriges Vorstands- und Ehrenmitglied Stefan Bergerhausen nach schwerer Krankheit. Mit Stefan verliert der Verein eine prägende Persönlichkeit. Über viele Jahrzehnte engagierte er sich mit außergewöhnlichem Einsatz für den TCB – nicht nur als Tennisspieler, sondern vor allem als Vorstandsmitglied. Besonders im Bereich Kommunikation und Öffentlichkeitsarbeit war er die treibende Kraft: Er gestaltete Werbemittel, entwickelte Informationsmaterialien, rief den „Netzroller“ ins Leben und kümmerte sich mit großer Verlässlichkeit um alles, was die Außendarstellung des Vereins betraf. Wenn etwas organisiert oder gestaltet werden musste, war auf Stefan stets Verlass. Sein Engagement ging weit über das Übliche hinaus – der TCB war für ihn eine Herzensangelegenheit. Mit seinem Tod verliert der Verein einen wichtigen Teil seiner Geschichte. Sein Wirken und seine Persönlichkeit werden unvergessen bleiben.

Nach den schwierigen Jahren zuvor fühlte sich 2023 beim TC Rot-Weiß Bliesheim in vielerlei Hinsicht wie ein echter Neuanfang an. Zur Saisoneröffnung im April präsentierte sich die Anlage komplett neu aufgebaut. Wer das Gelände betrat, konnte sich kaum noch vorstellen, dass hier 2021 nahezu alles zerstört gewesen war. Plätze, Außenanlagen und Infrastruktur zeigten sich wieder in einem modernen, einladenden Zustand. Auch im gastronomischen Bereich begann ein neues Kapitel. Mit dem „Lieblingsplatz“ von Nadine und Denise gewann der TCB zwei neue Pächterinnen, die das Clubleben mit frischen Ideen bereicherte. Geplant war ein Cafékonzept mit Kaffeespezialitäten, Frühstücksangeboten und durchgehender Tagesverpflegung – ein Ort zum Verweilen, nicht nur für Mitglieder, sondern auch für Gäste. Ein besonders großer Umbruch erfolgte im Trainerbereich: Nach 18 Jahren beendete Ende 2022 der langjährige Vereinstrainer Armin Schöpgens seine Tätigkeit. Über fast zwei Jahrzehnte hatte er die sportliche Entwicklung des Vereins maßgeblich geprägt. Entsprechend bedeutend war die Suche nach einer Nachfolge. Mit Sascha Gundlach, dem 31-jährigen Spieler der Herrenmannschaft des BTHV Bonn, konnte der TCB schließlich einen neuen Headcoach verpflichten. Ein Generationswechsel, der frische Impulse in Training und Nachwuchsarbeit bringen sollte. Sportlich setzte vor allem die 1. Herren 30 ein Ausrufezeichen: Der Mannschaft gelang der Aufstieg in die Mittelrheinliga.

Das Jahr 2024 begann beim TC Rot-Weiß Bliesheim mit spürbaren Veränderungen im Vorstand. Isabelle und Yves Gruchot, die in den vergangenen, kräftezehrenden Jahren federführend den Wiederaufbau nach der Flutkatastrophe begleitet hatten, entschieden sich, ihre Vorstandsarbeit niederzulegen. Ihr Engagement in dieser herausfordernden Zeit verdient besonderen Dank und höchste Anerkennung. Neu in den Vorstand gewählt wurden Michael Brühl als 2. Vorsitzender, Viola Müllejans als Geschäftsführerin sowie Heike Holzkämper im Bereich Organisation. Gerade Heike setzte 2024 zahlreiche neue Impulse im Veranstaltungsbereich. Mit Formaten wie dem Spielertreff, dem Mixed Friday, dem Secco-Cup sowie dem Frühstücks-Cup wurden neue Wege ausprobiert. Einige dieser Konzepte wurden sehr gut angenommen, andere weniger gut. Auch in der Gastronomie gab es erneut einen Wechsel. Nachdem die Zusammenarbeit mit dem „Lieblingsplatz“ leider nicht wie erhofft funktionierte, machte sich der Verein wieder auf die Suche nach einer neuen Lösung. Fündig wurde man bei Angelo, der 2024 seine „Ristopizzeria Da Angelo“ im Clubhaus eröffnete. Sportlich war das Jahr 2024 für den TCB so erfolgreich wie schon lange nicht mehr. Von den 12 gemeldeten Mannschaften konnten 5 Teams aufsteigen, Absteiger gab es keine. Besonders hervorzuheben: Die Damen 55, die erstmals in die Verbandsliga aufsteigen konnten, die Juniorinnen, die trotz Personalmangel den Aufstieg in die 1.Bezirksliga schafften, sowie die Herren 70, die 2024 den Aufstieg in die Mittelrheinliga perfekt machten. Ein weiteres Highlight war das Jubiläum der 20. Club Open. Die langjährige Zusammenarbeit zwischen dem Unternehmen Clubsystem und dem TC Rot-Weiß Bliesheim fand hier einen besonderen sportlichen Höhepunkt und unterstrich die Kontinuität dieser Turnierserie. Auch im Trainerbereich kam es erneut zu Veränderungen. Die Zusammenarbeit mit Sascha Gundlach wurde beendet. Stattdessen ging der Verein eine Kooperation mit der Tennisschule Heller & Lux ein, die insbesondere im Jugendbereich neue Strukturen schaffen und frische Impulse setzen soll.

Mannschaften[Bearbeiten]

Mannschaften Sommer-Saison 2026

  • Damen 30 (4er) - 1.Bezirksliga
  • Damen 55 (4er) - 2.Verbandsliga
  • Damen 60 (4er) - 1.Bezirksliga
  • Herren 30 I - 1.Bezirksliga
  • Herren 30 II (4er) - 1.Bezirksliga
  • Herren 40 - 1.Bezirksliga
  • Herren 50 - 2.Bezirksliga
  • Herren 55 - 1.Bezirksliga
  • Herren 60 - 1.Bezirksliga
  • Herren 65 (4er) - 2.Bezirksliga
  • Juniorinnen U18 (4er) - 1.Bezirksliga

Statistiken[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

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