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Schöddershof

Aus ErftstadtWiki
Schöddershof
Aufnahme von 2013
Aufnahme von 2013
Aufnahme von 2013
Adresse
Stadtteil
Erbaut
Zerstört
Art
Denkmal
Ja (Nr. 168)
Karte
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Der Schöddershof (auch Hof von St. Pantaleon, Abthof oder Conzen-Hof) ist eine teilweise denkmalgeschützte Hofanlage in Herrig.

Geschichte[Bearbeiten]

Ursprünglich war das Anwesen im Besitz des Kölner Stifts St. Pantaleon und wurde als Abtshof bezeichnet. Nach dem Dreißigjährigen Krieg, im Jahr 1650, pachteten Heinrich Schödder und Margaretha Bendenmecher den Hof. Aus diesem Pachtverhältnis leitet sich der Name Schöddershof ab.[1]

In der französischen Zeit unter Napoleon wurde der kirchliche Besitz säkularisiert und der Hof schließlich am 11. August 1810 versteigert; Käufer war Wilhelm Rolshoven erworben. Die Familie bewirtschaftete das Gut über mehrere Generationen hinweg. Die Grabsteine der Nachkommen von Wilhelm Rolshoven finden sich auf dem Herriger Kirchhof (Adolf Rolshoven (Sohn, 1799–1873), Heinrich Rolshoven (Enkel, 1838–1904), Gottfried Rolshoven (Urenkel, 1880–1954).[1] In dieser Zeit wurde um 1910 das repräsentative Wohnhaus der Hofanlage im neubarocken Stil errichtet. Das Mansarddach ist wie die Dachgauben mit Schiefer gedeckt. Ein Geschosstrennungsgesims verläuft zwischen Erd- und Obergeschoss. Alle Fenster sind mit Fensterläden versehen. Der Hauseingang liegt auf der Gartenseite unter einem von Säulen getragenen überdachten, ebenfalls mit Schiefer gedeckten Vorbau.

Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde der Hof zunächst von Ernst-Wilhelm Conzen gepachtet und später gekauft, weshalb er fortan auch als Conzen-Hof bekannt war. Conzen übergab den Besitz an seine Söhne Ernst-Wilhelm und Karl-Stefan Conzen.[1]

Seit 2026 ist im Schöddershof die Oberberg Somnia Fachklinik Köln Herrig für Psychiatrie, Psychosomatik und Psychotherapie mit rund 60 Therapieplätzen untergebracht, die von der Oberberg-Gruppe betrieben wird. Der Spatenstich für die Umbau- und Renovierungsarbeiten erfolgte am 23. Februar 2024.[2]

Das Wohnhaus des Hofes wurde am 26. November 1991 unter der Nr. 168 in die Denkmalliste der Stadt Erftstadt eingetragen.

Weblinks[Bearbeiten]

Medien zu dieser Seite im Wiki

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. ↑ 1,0 1,1 1,2 Cornelius Bormann: Das Dorf Herrig. In: Jahrbuch der Stadt Erftstadt 2000, S. 5-11.
  2. ↑ Historischer Schöddershof beheimatet Fachklinik. In: erftstadt.de. 23. Juni 2026.
Dieser Text basiert auf dem Artikel Liste der Baudenkmäler in Herrig aus der freien Enzyklopädie Wikipedia und steht unter der Lizenz Creative Commons CC-BY-SA 3.0 Unported (Kurzfassung). In der Wikipedia ist eine Liste der Autoren verfügbar.
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