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Frauenthal/Alte Presse

Aus ErftstadtWiki

Dieser Artikel gibt eine Übersicht zu historischen Artikeln aus Zeitungen und Zeitschriften, die den Stadtteil Frauenthal betreffen.

Frauenthal in der älteren Presse[Bearbeiten]

  • 13.11.1869: Dieser Tage erhielten der hiesige Weinhändler Adolph Münch und dessen Ehefrau die amtliche Mittheilung, daß ihre unter dem Namen „Marie-Spital“ in Frauenthal bei Lechenich gemachte Stiftung zum Zweck der Pflege armer Kranken und Gebrechlichen aller Confessionen im Umfang der Bürgermeistereien Lechenich und Liblar die landesherrliche Genehmigung erhalten habe, auch derselben die Rechte einer juristischen Person verliehen worden seien. Bei dem schlichten Wesen, der Anspruchslosigkeit und Bescheidenheit der Stifter ist es nicht zu verwundern, daß über diesen Act werkthätiger Menschenliebe und Frömmigkeit wenig in die Oeffentlichkeit gedrungen ist; da aber nunmehr das Amtsblatt vom 3. dieses Monats die Stiftungs-Urkunde enthält, so lassen wir hier die Hauptpuncte derselben folgen, mit dem lebhaften Wunsche, daß auch dieses schöne Beispiel dazu beitragen möge, den Sinn für weise Wohlthätigkeit, der sich in unserer Stadt schon so manches Mal bethätigt hat, rege zu halten und vielleicht zu ferneren Aeußerungen ähnlicher Art zu veranlassen. Die Stifter übertrugen dem zu errichtenden Spital zunächst das Eigenthum ihres in der Bürgermeisterei Lechenich gelegenen Gütchens Frauenthal mit allen seinen Zubehörungen an Gebäulichkeiten, Ackerland, Wiesen und Gärten nebst dem daran stoßenden Weiher. Die Einrichtung des Spitals und die Beschaffung der erforderlichen Utensilien lassen die Stifter auf ihre Kosten bewerkstelligen. Außer dem Gütchen Frauenthal nebst Appertinentien haben die Stifter noch zum Stiftungsfonds des daselbst zu errichtenden Spitals ein Capital von 15,000 Thaler bestimmt und sich vorbehalten, der von ihnen errichteten Capelle in Frauenthal ein ferneres Capital von 5000 Thaler zuzuwenden zur Anstellung eines besonderen Geistlichen. Wer die in der Peterstraße dem Hospitale gegenüber gelegene Weinschenke des hochherzigen Stifters, in welcher zwischen Wirth und Gast noch eine Art von patriarchalischem Verhältniß besteht und die primitivste Einfachheit des Comforts gewahrt wird, als Neuling besucht, sollte kaum glauben, daß aus diesen einfachen Räumen die Idee zu einer Anstalt hervorgegangen ist, welche keinen geringen Wohlstand voraussetzt.[1]



Einzelnachweise[Bearbeiten]

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